Birkesdorf - KGS Birkesdorf: Eltern und Verwaltung uneinig

KGS Birkesdorf: Eltern und Verwaltung uneinig

Von: chh
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Birkesdorf. Der Streit zwischen Elternvertretern der KGS Birkesdorf und der Stadtverwaltung geht weiter. Nach einer Stellungnahme der Stadt über die Situation der Grundschule legen die Schulpflegschaftsvorsitzenden Jürgen Braun und Bernd Dienstknecht nach.

Die Personalsituation im offenen Ganztag und die am Schuleingang angebrachte Rampe sorgen weiterhin für Zündstoff. Einer der Streitpunkte: Zwei befristet eingestellte Erzieherinnen müssen die OGS Ende Juli verlassen und werden durch eine Vollzeitkraft der Stadt mit einem Festvertrag ersetzt.

Die Schulpflegschaftsvorsitzenden Dienstknecht und Braun, die mittlerweile zentimeterdicke Ordner voll mit Schriftsätzen und Schreiben angesammelt haben, werfen der Stadt nun „Rechtsbruch” vor. Den Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Düren und der KGS Birkesdorf, der besagt, dass Kräfte nur mit dem Einvernehmen des Schulleiters eingestellt werden könnten, würde die Stadt nicht einhalten.

„Grundsätzlich soll ein Einvernehmen hergestellt werden. Aber die Zusatzklausel besagt, dass letztendlich der Schulträger, also die Stadt, entscheidet”, sagt Helmut Göddertz, Pressespecher der Stadt. Und: „Die Verträge der befristeten Kräfte sind ausgelaufen. Laut Rechtsgrundlage haben Beschäftigte mit unbefristeten Verträgen immer Vorrang.”

Die neue Kollegin habe sechs Jahre Erfahrung im Bereich des offenen Ganztags, sagt Göddertz. Doch die Elternvertreter wollen die zwei befristeten Kräfte behalten. Sie beklagen die Reduzierung des Personals von drei vollen auf 2,5 Stellen bei steigenden Beitragssätzen für den offenen Ganztag. „Wenn eine der Vollzeitkräfte krankheitsbedingt kurzfristig ausfällt, wird die OGS um 11.45 Uhr dicht machen müssen”, sagt Dienstknecht.

Der Einbau der 25.000 Euro teuren Rampe ist ein weiteres Reizthema für die Elternvertreter. Dienstknecht: „Unser Vorschlag war ein Treppenlift am Haupteingang, der gebraucht rund 5000 Euro gekostet hätte.” Braun und Dienstknecht zweifeln an, dass die Turnhalle schon in eine Versammlungshalle umgewandelt wurde. Für sie ist die Rampe derzeit ein „Ding ohne Nutzen und Zweck”.

Dem widerspricht Helmut Harperscheidt, Leiter des zentralen Gebäudemanagements der Stadt Düren, energisch: „Der Einbau eines Treppenlifts hätte nicht 5000 Euro, sondern zwischen 15.000 und 18.000 Euro gekostet.” Zudem hätten erhöhte Betriebskosten den „scheinbaren Investitionsvorteil” schnell aufgezehrt. Auch Göddertz betont: „Die Rampe ist - was Wartung und Flexibilität angeht - die einfachere Lösung.”

Die Halle sei als öffentlicher Versammlungsraum eingerichtet worden und müsse deshalb für alle zugänglich sein. „Die Rampenlösung bietet einen Mehrwert für alle Benutzergruppen”, sagt der Leiter des Gebäudemanagements. Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch ältere Menschen mit Rollator oder Mütter mit Kinderwagen hätten so einen leichteren Zugang. Ein Treppenlift - wie ihn die Schulpflegschaftsvorsitzenden forderten - sei an der Stelle technisch schwer einsetzbar gewesen. Auch ein Vertreter des Behindertenbeirats habe ausdrücklich für die Rampe plädiert.
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