Düren - KG „Holzpoeze Jonge“ baut im Gewerbegebiet Nickepütz ein Clubhaus

KG „Holzpoeze Jonge“ baut im Gewerbegebiet Nickepütz ein Clubhaus

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
15231205.jpg
Der Innenausbau des Clubhauses geht zügig voran. Foto: Abels
15231206.jpg
Das Handwerkerteam um Robert Baumgarten und Dirk Wildschütz (v.r.) legt sich mächtig ins Zeug, damit die „Holzpoeze Jonge“ Ende November die interne Sessionseröffnung im neuen Domizil feiern können. Foto: Abels

Düren. Seit gut einem Jahr zieht es Robert Baumgarten nahezu jeden Tag nach Gürzenich, genauer gesagt in den „Nickepütz“. Die KG „Holzpoeze Jonge“ baut sich in dem Gewerbegebiet ein schmuckes eigenes Clubhaus. Der rüstige Rentner und Ehrenvorsitzende der KG hat als gelernter Stuckateur die Bauleitung übernommen.

Mit einem engagierten Team aus den Reihen der KG – zu nennen sind Kurt Fischer, Kurt Lauterbach, Peter Schumacher, Robert Keller, Peter Boland, Thomas Bank und KG-Geschäftsführer Dirk Wildschütz – hat er das Gros der Arbeiten gestemmt. „Bis auf den Rohbau und das Dach haben wir alles in Eigenregie gemeistert“, erklärt Wildschütz sichtlich stolz. An die 8000 Stunden dürften so in den vergangenen Monaten zusammengekommen sein, ist Wildschütz überzeugt, am Ende werden es wohl an die 10.000 sein.

Die Idee, ein eigenes Clubheim zu errichten, ist 2009 entstanden, berichtet Robert Baumgarten. Damals hatten die „Holzpoeze Jonge“ gerade den Zuschlag für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im karnevalistischen Tanz in der Lanxess Arena im Jahr 2015 erhalten. „Für uns war damit klar: Wenn alles rund um die Meisterschaft gut läuft, wollen wir in die Zukunft des Vereins investieren.“ Und die DM verlief mit mehr als 17.000 Besuchern sehr gut, sodass trotz der immensen Kosten ein stattliches Sümmchen in der KG-Kasse verblieb: Der Grundstein für den Traum vom eigenen Clubhaus war damit gelegt.

Der KG-Vorstand sah sich erste Objekte an, entschied sich dann aber für einen Neubau und kaufte von der Stadt Düren ein Grundstück im „Nickepütz“ an. „Wir haben uns bewusst für das Gewerbegebiet entschieden“, betont Baumgarten, damit nicht gleich bei der ersten Feier, bei der es etwas lauter wird, die Anwohner auf die Barrikaden gehen.

Trainingszeiten werden immer rarer

Ein weiterer Grund war der Zuschnitt des gut 1200 Quadratmeter großen Grundstücks, der es der KG erlaubte, ein Gebäude zu errichten, in dem auch Tanzsport stattfinden kann. Denn Trainingszeiten in städtischen Hallen werden immer rarer und stehen in den Ferienwochen gar nicht zur Verfügung, erklären Wildschütz und Baumgarten. „Wie könnte es für eine KG anders sein, haben wir am 11.11.2015 die Baugenehmigung beantragt“, erzählt Baumgarten. Im April 2016 wurde sie erteilt.

Im Juli des vergangenen Jahres legten Baumgarten & Co. los. Entstanden ist ein Clubhaus mit einer Nutzfläche von 300 Quadratmetern, bei dem die KG großen Wert auf Energieeffizienz gelegt hat. An den Clubraum, in dem künftig auch Familienfeiern stattfinden sollen, ist eine Küche angegliedert. Er ist mit beweglichen Türen vom 12 x 12 Quadratmeter großen und bis zu fünf Meter hohen Trainingsraum abgegrenzt. Beide Bereiche verfügen über separate Toilettenanlagen. Dazu kommen eine 70 Quadratmeter große Terrasse und eine Spielwiese für die Jüngsten.

Bis Ende November soll der Innenausbau abgeschlossen sein. Dann will die KG das Haus mit der vereinsinternen Sessionseröffnung erstmals nutzen. Zudem ist ein „Tag der offenen Tür“ ist geplant, damit sich auch die Öffentlichkeit ein Bild von den Räumen machen kann. Denn die „Holzpoeze Jonge“ wollen auch vermieten, den Clubraum für Geburtstagsfeiern und Hochzeiten, insbesondere aber den Tanzraum an andere Gesellschaften zu einem fairen Preis, betont Wildschütz.

Zu den Gesamtkosten des für einen gerade mal 200 Mitglieder starken Verein außergewöhnlichen Projekts will sich der Geschäftsführer nicht äußern. Nur so viel: „Wir haben das große Glück, dass wir viele gute Handwerker im Verein haben, die rund ein Drittel der Kosten in Eigenleistung erbringen. Ohne diese Unterstützung hätten wir das Ganze nicht realisieren können.“ Und daher werden Robert Baumgarten und seine Mitstreiter auch an den kommenden Tagen täglich ab 9 Uhr im „Nickepütz“ zu finden sein. Angemerkt

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert