Keramikdesign auf hohem Niveau im Töpfereimuseum

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Die ausstellende Keramikerin Angelika Jansen (links)und die Architektin Gudrun Wittig, die das Konzept der Ausstellung erarbeitet hat, bereiten die neue Sonderausstellung „Angelika Jansen vs. Anton van Eyk“ vor.

Langerwehe. Das Töpfereimuseum Langerwehe lädt für den kommenden Sonntag, 30. März, 11 Uhr alle Keramik- und Kunstinteressierte zur feierlichen Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Angelika Jansen vs. Anton van Eyk“ ein. Es wird Keramikdesign auf hohem Niveau präsentiert.

Zur Begrüßung spricht Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß, die auch in die Ausstellung einführt. Das „Trio Cappuccino“, bestehend aus Maria Schröder (Querflöte, Blockflöte), Gerhard Hachmer (Fagott) und Simone König (Querflöte), sorgt für den musikalischen Rahmen. Anschließend lädt der Förderkreis des Museums zum Sektempfang ein. Angelika Jansen und Wilhelmina Spolders, langjährige Förderin des 2004 verstorbenen Anton van Eyks, werden anwesend sein und freuen sich auf inspirierende Gespräche. Die Ausstellung ist vom 30. März bis zum 24. August 2014 zu den üblichen Öffnungszeiten des Töpfereimuseums zu besichtigen.

Obwohl die aktuellen Raku- und Kapselbrandgefäße von Angelika Jansen den aus den 1950er Jahren und in den Glanztontechniken Terra Sigillata, Terra Nigra und Terra Alba hergestellten Gefäßkeramiken Anton van Eyks streng gegenüberstehen, gehen die ausdrucksstarken Arbeiten beider Keramiker aufgrund ihrer sehr reduzierten, Spannung erzeugenden Formensprache eine nahezu harmonische Verbindung ein, die beeindruckt.

Freischaffende Künstlerin

Angelika Jansen, geboren 1955, ist seit 1978 als Keramikdesignerin und freischaffende Künstlerin tätig. Sie lebt und arbeitet in Brüggen. Ihre künstlerischen Gefäßobjekte strahlen eine tiefe Ruhe sowie eine nahezu spürbare Weichheit und gleichzeitige Stärke aus. Formal klar gestaltet, fällt der Blick auf die polierten, mit Ritzmustern, mit Schlicker oder Terra Sigillata gefärbte Oberflächen der Objekte, auf denen Raku- und Rauchbrände zusätzlich ihre Spuren hinterlassen haben. Immer wieder arbeitet Angelika Jansen mit Fundstücken wie Schwemmhölzern, Korkstücken oder Stachelschweinborsten, die mit ihren Keramiken als Träger eine harmonische Einheit bilden. Die Ausstellung gibt einen Überblick über ihre aktuellen Arbeiten.

Anton van Eyk, geboren 1911, gestorben 2004, war Bildhauer und Keramiker. Sein Lebensweg führte ihn in den 1950er Jahren an den Niederrhein. Er fertigte vornehmlich Einzelstücke und hochwertige Kleinserien, deren Herstellung er 1960 einstellte. Insbesondere van Eyks Arbeiten der 1950er Jahre sind richtungsweisend für die Keramik dieser Zeit. Sie faszinieren durch ausgewogene Formen sowie leuchtende, glatte, seidenweiche Oberflächen, die er in den Glanztontechniken Terra Sigillata, Terra Nigra und Terra Alba veredelte, und die seine Frau Dorothea (geboren 1912, gestorben 1995) etwa mit Streifen- Kreis- oder Punktdekoren kunstvoll verzierte. Neben ausgewählten Arbeiten Antons van Eyks aus den 1950er Jahren sind auch solche aus den 1940er Jahren in der Ausstellung zu sehen.

Die Öffnungszeiten

Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis freitags 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, samstags 12 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 11 bis 18 Uhr (montags geschlossen). Wietere Informationen zur Ausstellung „Angelika Jansen vs. Anton van Eyk“ findet man im Internet unter www.toepfereimuseum.de.http://www.toepfereimuseum.de

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