„Kentucky Muzzleloaders“ bieten Western- und Kolonialzeit-Fans Plattform

Von: kin
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Klaus-Dieter Wirtz ist der Vorsitzende der „Kentucky Muzzle Loaders“. Der Verein sucht dringend Nachwuchs. Foto: Sandra Kinkel
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Die Teilnehmer des Treffens wohnten in solchen Weiß-Zelten. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Bereits zum 45. Mal hat der Verein „Kentucky Muzzleloaders“ mit ihrer Veranstaltung „Pulverdampf“ allen Western- und Kolonialzeit-Fans am Wibbelrusch eine Plattform geboten, bei der es nicht nur um das Abfeuern der Steinschlossbüchsen und Vorderladerrevolver ging, auch wenn auf dem Schießstand die Schüsse beim Wettbewerb um den „Bronzenen Büffel“ der Stadt Düren regelmäßig krachten.

Zwischen sogenannten Weiß-Zelten aus dicht gewebter Baumwolle und einigen Tipis entfaltete sich am Wochenende reges Leben. Britische Rotröcke trafen auf Soldaten der Nordstaaten, Trapper fachsimpelten am Lagerfeuer mit Cowboys, Siedler stärkten sich im Open-Air-Saloon. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, in eine längst vergangene Epoche einzutauchen.

„Wir legen als Verein viel Wert darauf, alles möglichst authentisch darzustellen“, erklärt Präsident Klaus-Dieter Wirtz. „Wer etwas darstellen möchte, muss auch wissen, was er tut und warum er etwas tut“, findet er. Schließlich gehe es nicht darum, dass Erwachsene Cowboys und Indianer spielen. „Wir wollen den Alltag einer längst vergangenen Epoche nachempfinden.“

Dieses Hobby biete die Möglichkeit, „einmal die Seele baumeln zu lassen“ und den Alltag des 21. Jahrhunderts für einige Stunden und Tage zu vergessen. Die „Kentucky Muzzle Loaders“ nehmen dabei den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Fixpunkt – plus/minus 50 Jahre. Bei „Pulverdampf“ sind jedoch auch „Vertreter“ späterer Epochen zu Gast.

Der Verein hat sich in Düren schon im Jahr 1969 gegründet, heute hat er nur noch 13 Mitglieder. Zum Treffen am Wochenende waren rund 500 „Pulverdampf“-Fans aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz dabei. Wirtz: „Wir leben ein Stück amerikanische Besiedlungszeit. Wir verbinden mit dieser Epoche der Geschichte ganz viel Freiheit und Unabhängigkeit. Es geht hier eben auch um eine große Portion Lebensgefühl.“

Die Kentucky Muzzle Loaders sind übrigens auf der Suche nach Nachwuchs. Der Verein hat sich zwar hauptsächlich dem Schießen mit historischen Waffen verschrieben, der Griff zum Vorderlader ist jedoch keine Notwendigkeit, um mitmachen zu können. Allerdings sollte eine Begeisterung für die Kolonialzeit des 18. Jahrhunderts vorhanden sein.

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