Kelz: Ortsumgehung nicht im Fokus der Landesregierung

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Düsseldorf/Kelz. Ob und wann es eine Ortsumgehung Kelz (L264) geben wird steht weiter in den Sternen.

In einer Antwort des NRW-Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Josef Wirtz teilt Minister Michael Groschek mit, dass zurzeit keine Planungsaktivitäten bestehen und dass bei einer Wiederaufnahme des Verfahrens aufgrund der novellierten Artenschutzgesetzgebung eine Umweltverträglichkeitsstudie durchzuführen ist.

Ob es aber soweit kommt, ist eher unwahrscheinlich. Denn der Minister teilt ferner mit, dass die vorhandene Landesstraße, die im Ort Michaelstraße heißt, laut eines Berichts des Landesbetriebs Straßenbau keine Defizite aufweist, den derzeitigen sowie den in Zukunft anfallenden Verkehr aufzunehmen.

Auf Basis der Straßenverkehrszählung 2015 geht das Ministerium in Kelz von einer durchschnittlichen Verkehrsbelastung von 3740 Fahrzeugen mit einem Lkw-Anteil von sechs Prozent aus. Damit läge die tägliche Verkehrsbelastung auf dem Niveau von 2005 (3653 Fahrzeuge) und unter dem von 2010 (4014). Der Durchschnittswert auf Landstraßen in NRW beträgt nach Auskunft des Ministeriums 5477 Fahrzeuge am Tag.

Darüber hinaus beruft sich das Ministerium auf eine Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 1997, die im Zuge der Planfeststellung für die Ortsumgehung Frauwüllesheim aktualisiert wurde und auch die Entwicklung mit der Verlegung der A4 beinhalte. Darin wird für eine Ortsumgehung Kelz eine tägliche Verkehrsbelastung von 5164 Fahrzeugen mit einem Lkw-Anteil von 9,4 Prozent prognostiziert und eine im Ort verbleibende Verkehrsbelastung von knapp 1900 Fahrzeugen am Tag. Das aber würde keinen Neubau begründen.

„Es wird wieder einmal deutlich, dass der ländliche Raum von der rot-grünen Landesregierung kräftig vernachlässigt wird“, kommentiert Josef Wirtz die Antwort aus dem Ministerium. Für ihn steht daher fest: „Für die Ortsumgehung Kelz besteht nur Hoffnung, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse in NRW ändern.“

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