Düren - Keine Veränderungen in der Dürener Schullandschaft

Keine Veränderungen in der Dürener Schullandschaft

Von: inla
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Düren. Es bleibt alles, wie es ist, mittelfristig zumindest: Die „Ampel“-Koalition will an den Strukturen der weiterführenden Schulen in Düren nichts ändern.

Die SPD-Schulpolitiker Dagmar Nietan und Ulf Opländer sagten am Dienstag, strukturelle Veränderungen seien nur mit breiten Mehrheiten und nicht gegen den Willen der Schulen und Eltern möglich.

Diese Mehrheiten sehen die Sozialdemokraten nicht. Die „Ampel“ regiert in Düren mit nur einer Stimme Mehrheit. Nachdem die FDP kürzlich erklärt hatte, am bestehenden Schulsystem nichts ändern zu wollen, zeichnete sich ab, dass die SPD ihre Überlegungen, über mögliche strukturelle Änderungen nachzudenken, nicht weiter würde verfolgen können. Dass die CDU vehement gegen jede Änderung im Dürener Schulsystem argumentiert, machten zuletzt Partei- und Fraktionsspitze noch einmal deutlich.

Damit ist eine Umwandlung des Rurtal-Gymnasiums zu einem Gesamtschulzweig (mit der Heinrich-Böll-Gesamtschule) vom Tisch. Nachdem Schulentwicklungsplaner Wolf Krämer-Mandeau diese Umwandlung und weitere strukturelle Änderungen empfohlen hatte, gab es Gegenwind. Auch für die „Ampel“, die über diese Vorschläge „in einen konstruktiven Dialog treten wollte“, wie Opländer sagt. Das sei nicht gelungen.

Ergebnisse infrage gestellt

„Um solche Änderungen herbeizuführen, braucht es einen Konsens in der Stadt“, betont er. „Viele Schulen hätten die Zahlen und Schlussfolgerungen des Schulentwicklungsplans infrage gestellt“, berichten die Sozialdemokraten.

Gleichwohl bleibt die SPD dabei, „dass in Düren ein Gymnasium zu viel ist“. Aber es greife zu kurz, deshalb „einfach eins zu schließen“. In „zahlreichen Gesprächen mit Schulen“ hätte sich gezeigt, dass Veränderungen nur Sinn machten, wenn die Rahmenbedingungen sich änderten. Hauptschulen zum Beispiel müssten große Klassen verkraften. Vielfach fehlten Sozialarbeiter, die eine „wichtige Funktion“ übernähmen. Derzeit arbeiten fünf Schulsozialarbeiter an weiterführenden Schulen in Düren.

Der SPD sei es „das wichtigste Anliegen, mehr Chancengerechtigkeit herzustellen“. Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien müssten mehr gefördert werden. Dagmar Nietan, schulpolitische Sprecherin der SPD, sprach in diesem Zusammenhang von der Sozialstruktur Dürens, die mit der von Ruhrgebietsstädten vergleichbar sei. Die „Ampel“-Koalition will nun weiter das Gespräch suchen und künftig auch Wohlfahrtsverbände und Wirtschaftsvertreter einbinden. Ziel sei es, einen offenen Dialog darüber zu führen, wie die Schulen mehr Chancengerechtigkeit bieten können.

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