Langerwehe - Keine „Töpfergemeinde”: Langerwehe verzichtet auf Zusatz

Keine „Töpfergemeinde”: Langerwehe verzichtet auf Zusatz

Von: tob
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Langerwehe. Der Rat der Gemeinde Langerwehe ist wie zu erwarten war der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses gefolgt und hat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, nicht am Stärkungspakt Stadtfinanzen teilzunehmen. Die Gemeinde geht davon aus, den perspektivischen Haushaltsausgleich in den kommenden zehn Jahren auch ohne diese Hilfe zu schaffen.

Ebenfalls beschlossen wurde die Gebührenordnung für das Bürgerhaus in Pier. Lediglich Hans-Jürgen Knorr (Grüne) und Kurt Gielgen von der FDP hatten im Haupt- und Finanzausschuss vorab leichte Bedenken geäußert. Warum? Für Vereine aus Pier entfällt die Kaution, und die Reinigung erfolgt in Eigenleistung und muss nicht bezahlt werden. Gielgen und Knorr befürchten, dass das für Misstöne sorgen könnte. Daher soll die Gebührenordnung in einem Jahr erneut geprüft werden.

Das Schulbudget belastet den Haushalt für das laufende Jahr mit 1 182 250 Euro. Die Budgets wurden wie folgt festgelegt: Bei den inneren Schulbudgets, also denen, die von der Schule selbstständig verwaltet werden, erhält die Gesamtschule Langerwehe 149 500 Euro, die Wehebachschule in Langerwehe 42 000 Euro und die Martinusschule Schlich 39 750 Euro. Die äußeren Schuldbudgets werden von der Schulverwaltung bearbeitet. Dabei gehen 269 000 Euro an die Gesamtschule, 88 500 Euro an die Wehebachschule und 83 500 an die Martinusschule.

Für das Jahr 2012 erwartet die Gemeinde eine Schul- und Bildungspauschale in Höhe von 372 138 Euro. Es handelt sich dabei um Zuweisungen des Landes. Der höchste Teil davon (152 000 Euro) entfällt auf die Sanierung der Sporthalle 1.

Geld für sechs Vereine

Sechs Vereine freuen sich auf Zuweisungen aus der Sportpauschale. Der TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch erhält 27 000 Euro, der VfL Langerwehe wird mit 5000 Euro unterstützt. Der FC Viktoria Schlich erhält 4500 Euro, die Tischtennisabteilung des TuS 08 Langerwehe 1400 Euro, der Eifelverein Langerwehe 600 Euro, und der Verein zur Förderung der Fußballjugend im TuS 08 Langerwehe wird mit 1500 Euro bedacht. Der Haushalt wird nicht belastet, weil es sich um Zuweisungen des Landes handelt.

Ein Antrag der FDP-Fraktion wurde vom Rat abgelehnt. Seit dem vorigen Jahr ist es Gemeinden gestattet, Namenszusätze auf den Ortsschildern zu führen. Die FDP hatte vorgeschlagen, den Namen „Töpfergemeinde Langerwehe” einzuführen. Der Rat sprach sich bei zwei Enthaltungen der FDP dagegen aus, weil mit der Einführung des Zusatzes Kosten auf die finanziell klamme Kommune zukämen.

Abschließend informierte Bürgermeister Heinrich Göbbels darüber, dass in diesem Jahr keine Festspiele auf Schloss Merode stattfinden, dass jedoch bereits daran gearbeitet werde, im kommenden Jahr wieder welche auszurichten. In Merode.

Rolf Kurth von der SPD überraschte mit seiner Sicht der Dinge. Er glaube nicht, dass es jemals wieder Schlossfestspiele in Merode geben werde. Die Begründung: Auf Burg Nideggen, dem vormaligen Ort der Festspiele, stünde ein Pächterwechsel an. Sei dieser über die Bühne gegangen, fänden die Festspiele wieder in Nideggen statt. Bürgermeister Göbbels teilte diese Auffassung nicht und legte dar, warum der Standort Merode besser geeignet sei. Alleine schon aus finanziellen Gründen sei er attraktiver, weil er bis zu 5000 Besuchern Platz biete. Nur die teils fehlende Infrastruktur müsse nachgebessert werden.
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