Kein Umbau der Hauptstraße in Kreuzau

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Kommt ein Lastwagen gefahren: Die SPD will nach den Sommerferien eine große Lösung für das Kreuzauer Verkehrsproblem ins Gespräch bringen, um die Belastungen zu verteilen.

Kreuzau. Im Planungs- und Bauausschuss fand der CDU-Antrag für den Umbau der Hauptstraße im Bereich der Sparkasse Ende März noch eine Mehrheit. FDP-Vertreter Egbert Braks stimmte mit den Christdemokraten, die bei der Kommunalwahl des Jahres 2014 die absolute Mehrheit verloren hatte.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in dieser Woche votierte der Freidemokrat aber mit seinen Partner SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Den Sinneswandel begründete Braks nach Gesprächen mit den Anwohnern und einer Fraktionssitzung wortreich und mit so manchem Beispiel. Sein Fazit: „Die Überlegungen der CDU bringen keine verkehrstechnische Verbesserung. Also gibt es keinen Grund, dem CDU-Antrag zuzustimmen.“

Dr. Ralf Nolten, der Fraktionsvorsitzende der CDU, kommentierte die Ausführungen des Freidemokraten mit den Worten: „Die Argumente sind gleich, ich kommen aber zu einem anderen Ergebnis.“ Dass der Antrag der CDU das Pkw- und vor allem Lkw-Problem im Zentralort nicht lösen, war auch Ansicht von SPD und den Grünen. Deren Sprecherin Astrid Hohn machte auch die Ampelschaltungen im Bereich der Sparkasse, des Bahnübergangs und der Kreuzung mit der Dürener Straße für den zähflüssigen Verkehr verantwortlich. Ihr Kollege Karl-Heinz Kern meinte: „Der CDU-Antrag ändert am Nadelöhr nichts.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Heidbüchel unterstützte die Ansicht Kerns, verwies auf gestiegenen Produktionen der Papierfabriken in Kreuzau und Untermaubach und sagte: „Herumdoktern bringt nichts, wir brauchen eine grundlegende Änderung.“

In der Sitzung des Bauausschusses vor wenigen Wochen hatte Heidbüchel erinnert, dass die Mühlengasse einst Einbahnstraße gewesen sei. Und war auch der Auffassung, dass man den Verkehr durchaus über Untermaubach und den Weißenberg leiten können.

Auf Nachfrage unserer Zeitung brachte der Sozialdemokrat ein 30 Jahre altes Verkehrsgutachten ins Gespräch, das Möglichkeiten aufzeigte, den Autoverkehr durch den Zentralort zu führen. In den Sommermonaten würden die Sozialdemokraten sich der Problematik annehmen. Der Fraktionsvorsitzende sprach gegenüber unserer Zeitung auch davon, dass man im Rat eine Lösung finden müsse, die von einer breiten Mehrheit getragen werden soll: „Eine Mehrheit allein aus unserer Dreier-Koalition halten ich nicht für gut.“

Im Hauptausschuss gaben sich SPD, Grüne und Freidemokraten mit ihrer Mehrheit zufrieden: Ihre neun Vertreter lehnten den CDU-Antrag ab, den eben nur die acht Christdemokraten inklusive Bürgermeister Ingo Eßer unterstützten.

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