Kein Raubüberfall: Polizei dementiert Gerücht

Von: red/pol
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Die Dürener Polizei wurde am Dienstag mit dem Gerücht konfrontiert, eine Tankstelle sei überfallen worden - eine möglicherweise absichtlich gestreute Falschmeldung. Symbolfoto: dpa

Düren. Wie das sprichwörtliche Lauffeuer hat sich am Dienstag in Düren das Gerücht verbreitet, etwa 15 Menschen mit Migrationshintergrund hätten eine Tankstelle in Gürzenich überfallen. Doch den angeblichen Überfall hat es nie gegeben.

Die Polizei Düren stellte am Mittwoch die Geschichte klar, die noch mit einer besonders bösartigen Behauptung angereichert worden war.

Gleich von mehreren Seiten war die Polizei über das vermeintliche Verbrechen informiert worden. „Demnach sollten etwa 15 Personen mit Migrationshintergrund eine Kassiererin der Tankstelle überfallen haben“, schilderte die Kreispolizeibehörde die Geschichte am Mittwoch. Eine besondere Brisanz habe das Gerücht noch dadurch erhalten, dass erzählt wurde, Polizeibeamte hätten der Geschädigten mit einer Strafanzeige gedroht, falls sie öffentlich behaupten würde, dass es sich bei den Tätern um Zuwanderer gehandelt habe.

Die Polizei Düren stellte daher klar: Einen Raubüberfall oder sonstigen polizeilichen Einsatz an der Tankstelle hat es nicht gegeben. „Die Behauptungen sind frei erfunden.“ Auch der Tankstelleninhaber selbst hatte schon von dem Gerücht gehört und konnte sich dessen Entstehung nicht erklären.

Auch die Polizei hat dazu keine Erkenntnisse - aber einen Verdacht: „Es ist nicht auszuschließen, dass hier jemand versucht, bewusst bestimmte Stimmungen und Ängste zu schüren.“ Die Polizei bittet eindringlich darum, von der Weitergabe solcher Behauptungen abzusehen. Sie dankt all denen, die sie über die Gerüchtelage informiert haben.

Die Pressestelle der Polizei Düren werde wie bisher auch künftig über polizeilich relevante Sachverhalte informieren, „insbesondere, wenn es um derartig schwerwiegende Straften geht“. 

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