Düren - Kein Paukenschlag, sondern Beharrlichkeit: Anna-Oktav eröffnet

Kein Paukenschlag, sondern Beharrlichkeit: Anna-Oktav eröffnet

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Mit der Erhebung der Anna-Reliquie wurde am Samstagvormittag die Oktav in der Annakirche eröffnet. Foto: Johnen

Düren. Es könnte so leicht sein, die Welt auf einen Schlag zu verbessern: Mit einem göttlichen Paukenschlag, der all das, worunter Menschen leiden, ins Meer versenken würde. Der alles Unrecht, alle Gewalt und alles Leiden auslöschen würde.

Doch so leicht ist es nicht, der Mensch ist gefragt, sein Einsatz in Kirche und Gesellschaft: „So sehr wir es uns manchmal wünschen - wir wissen, dass die Welt nicht mit einem Paukenschlag verändert wird”, predigte Anna-Pfarrer Hans Otto von Danwitz bei der Eröffnungsmesse der Anna-Oktav am Samstag an Anlehnung an den 95. Psalm. Es gelte vielmehr, beharrlich die „Melodie Gottes” aufzunehmen und dadurch sich selbst und die Welt zum Guten zu verwandeln.

Eine Einladung

Die Anna-Oktav sei eine Einladung an alle Menschen, wieder der Melodie Gottes zu lauschen, sie aufzunehmen, einzustimmen. Ein eigenes Lied anzustimmen gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit in der Welt. „Mit der neuen Orgel, mit den Stimmen von Kindern und Erwachsenen, mit Instrumenten und all dem, was die Anna-Oktav ausmacht, soll die Einladung erklingen: Kommt herbei, singt dem Herrn!”, schloss von Danwitz seine Predigt.

Hunderte Pilger strömten am Samstagmorgen in die Annakirche, um der Erhebung des Anna-Hauptes beizuwohnen und es zu verehren. Die Oktav steht unter dem Leitgedanken „Nehmt Gottes Melodie in euch auf!” Jeden Tag rückt ein anderes Lied in den Mittelpunkt. An der Eröffnungsmesse nahmen auch Pilger aus Sribenik in Kroatien teil. In der Kirche der dortigen Herz-Jesu-Pfarre hat die alte Orgel der Annakirche eine neue Heimat gefunden. Und stimmt die Melodie Gottes an.

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