Kein guter Jahrgang für den Obermaubacher Wein

Von: gkli
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Ludwig Schnitzler (3.v.l.), Sprecher der AG Obermaubach, begrüßte die Gäste auf dem traditionellen Weinfest.

Obermaubach. Die Schieferstücke glänzten am Samstagnachmittag unter den Rebstöcken am Bovenberg in der Sonne. Am Lehrweinberg in Obermaubach standen Tische und Bänke bereit, fröhliche Stimmen schwirrten durch die Luft.

Gelegentlich wurde der helle Ton aneinander stoßender Gläser laut. In Obermaubach am Bovenberg stand sowohl am Samstag als auch am Sonntag das Weinfest auf dem Programm. Ausrichter ist seit 1993 die Arbeitsgemeinschaft (AG) Obermaubach. Ludwig Schnitzler, Sprecher der AG, sagte zur Intention, die die 33-köpfige AG antreibt: „Mit diesem Fest möchten wir an alte Traditionen anknüpfen. Bereits Anfang des elften Jahrhunderts bis 1911 wurde hier in Obermaubach an den Südhängen, die sich bis Heimbach ziehen, in erster Linie die rote Burgundertraube angebaut.“ Heute pflegen die Hobbywinzer des Ortes 139 Rebstöcke. Neun verschiedene Rebsorten, darunter wieder die rote Burgundertraube, sind aktuell vertreten. Dazu informiert Ludwig Schnitzler: „Wir möchten hier die Reben dokumentieren, die heute in Deutschland angebaut werden.“

Mit der eigenen Ernte hatte die AG in diesem Herbst allerdings kein Glück. Aufgrund des feuchten Sommers vernichtete der Mehltau einen Teil des Ertrags. In guten Jahren, so der Sprecher der AG, bringen die Rebstöcke am Bovenberg bis zu 250 Flaschen Wein. Während die Hobbywinzer den Schnitt und die Pflege der Reben inzwischen selber übernehmen, betreut den Prozess des Kelterns der Winzer Otto Selbach aus Kesten an der Mosel. Zu den Besuchern am Bovenberg, die sich einen guten Tropfen aus dem Weinkeller von Otto Selbach munden ließen, zählten sowohl Bürger der Region als auch Gäste aus dem Kölner und Aachener Raum. Ein weiteres Ziel neben der Wahrung der Tradition des Weinanbaus ist es, das Wohnumfeld in Obermaubach ehrenamtlich zu gestalten und zu pflegen. Die AG kümmert sich deswegen um den Wein-, den Wasser- und den Waldlehrpfad, errichtete eine Kapelle und eine Schutzhütte. Zudem werden Sitzbänke aufgestellt und gepflegt. Was Ludwig Schnitzler anstrebt: „Zunehmend möchten wir jüngere Bürger in unsere Tätigkeit mit einbinden und freuen uns daher über jedes neue Mitglied.“

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