Kein aufwendiges Verfahren für das Drehfunkfeuer

Von: bugi
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Dient unmittelbar der Landesverteidigung: das Nörvenicher Drehfunkfeuer.

Nörvenich. Das Nörvenicher Drehfunkfeuer dient unmittelbar der Landesverteidigung. Das ist das wenig überraschende Ergebnis der Prüfung durch das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Für die Bundeswehr ist dieses Ergebnis von praktischem Nutzen.

Weil der Standort des bisherigen Drehfunkfeuers – welches für die militärische und die zivile Luftfahrt genutzt wird – verlegt werden muss und eine neue Anlage innerhalb des Fliegerhorstes errichtet werden soll, wäre eigentlich ein baurechtliches Genehmigungsverfahren nötig geworden – mit allen Risiken des Widerspruchs und der Gefahr langwieriger Rechtsstreitigkeiten.

Neuer Standort

Weil die Anlage aber der Landesverteidigung dient, ist der Bau „nur im Rahmen des Kenntnisgabeverfahrens der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zur Kenntnis zu bringen“, erklärt Annette Spengler vom zuständigen Bundesamt.

Genutzt wird das Drehfunkfeuer von der Deutschen Flugsicherung, die den jetzigen Standort zum 31. Dezember räumen muss. Der Neubau soll bis Mitte 2017 abgeschlossen sein. Bis dahin will die Flugsicherung eine mobile Anlage nutzen.

Die Frage des Genehmigungsverfahrens spielt deshalb eine entscheidende Rolle, weil die Deutsche Flugsicherung auf die Einhaltung einer Abstandszone von 15 Kilometern pocht, was dazu führt, dass Windkrafträder in diesem Radius nicht errichtet werden können. Düren, Vettweiß, Nörvenich, Kreuzau und Merzenich sind davon betroffen.

Schutzradius

Um diesen Schutzradius dürfte es auch in der nächsten Sitzung des Gemeinderates in Nörvenich am kommenden Donnerstag, 18 Uhr, gehen, wenn im nicht-öffentlichem Teil die Kommune eine Stellungnahme zum Neubau abgeben soll. In Gang gesetzt hatte das Verfahren die Aachener Energiekontor AG. Sie hatte durch ein Tochterunternehmen das Grundstück erworben, auf dem sich das Drehfunkfeuer derzeit noch befindet. Das Unternehmen wollte die Flugsicherung so zwingen, die rechtlich umstrittene Abstandsregel zu reduzieren.

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