Kaya Yanar wird zum gefeierten Star in der Arena Kreis Düren

Von: Lukas Weinberger
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Begeisterte in der voll besetz
Begeisterte in der voll besetzten Arena Kreis Düren: Comedian Kaya Yanar. Foto: imago/Rudolf Gigler

Düren. Eine Weltreise - das wäre doch mal was. „Andere Länder, andere Sitten”, heißt es so schön. Wie lustig, wie sonderbar diese sein können, das zeigte nun Comedian Kaya Yanar in der Arena Kreis Düren. Rund 2300 Zuschauer nahm er mit auf seinem Ritt rund um den Erdball.

Bei seiner Zusatzvorstellung des Programms „All inclusive” jagte ein Haltepunkt den nächsten: Hoch im Norden in Dänemark oder Schweden, in Fernost bei den Indern und Chinesen oder im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - überall hat Yanar die kleinen Eigenheiten eines jeden Landes festgestellt und hielt allen den Spiegel vor.

Wörter ohne Vokale

Auch vor unserem Nachbarland Holland machte er nicht halt: „Holländisch ist wie Deutsch in lustig”, stellte Yanar fest. Und genau deshalb könne ein schrecklicher Vampir wie Dracula niemals aus Holland stammen. „Den hätte doch keiner ernst genommen.” Ähnliche Spracheigenheiten stellte Yanar in Kroatien fest: „Die haben ja Wörter ohne Vokale.”

Und während unser deutsches Wort „Tod” schon beim Klang bedrohlich klinge, sei sein kroatisches Pendant „Smrt” einfach nur ulkig: „Wenn ich Kroate wäre, und ?Smrt an meiner Tür klopfen würde, um mich zu holen, würde ich ihn wegen seines Namens auslachen. Das klingt eher so als hätte man irgendetwas überfahren.”

Ein weiteres Thema: Die fehlende Erotik des Schwyzerdütsch. „Um die Erotik einer Sprache herauszufinden, sollte man sich im jeweiligen Land die Telefonsexwerbung ansehen”, riet Yanar und stellte sogleich fest: „Beim Schwyzerdütschen tut sich da unten gar nichts!” In Indien hat er vor allem die Gesangskünste der karaokebegeisterten Asiaten ausgemacht - und gab „Eternal Flame” und Michael Jacksons „Thriller” mit indischem Dialekt zum Besten.

Der Comedian widmete sich auch dem Straßenverkehr in den jeweiligen Ländern. Chinesen kämen nach Deutschland nur um auf der Autobahn mal mit 220 Stundenkilometern zu rasen, Italiener lassen sich von roten Ampeln gar nicht erst irritieren und in der Türkei sei die Verkehrsregel „rechts und links” einem jeden geläufig. „Und dort grüßen sogar die Geisterfahrer freundlich”, berichtete Yanar.

Unterstützt von unverwechselbarer Gestik und Mimik traf ausnahmslos jeder Witz beim Publikum voll ins Schwarze. Schallendes Gelächter und tosender Applaus machten sich gleich mehrfach während des Programms in der Arena breit.

Bei seinem rund zweistündigen Ausflug über die Weltkarte hatte der 38-Jährige stets Ausschau nach einer potenziellen Frau Yanar gehalten. Doch wenn nicht die Sprache im Weg stand, dann war es etwas anderes. Wie sie denn aussehen soll? „Groß, blond, blauäugig natürlich”, meinte der Deutschtürke. „Das ist für mich schließlich exotisch.”

Finden will er seine Traumfrau definitiv noch und Kinder bekommen, um mit seinen Kompagnons Hakan und Ranjid, die immer wieder in seinen Witzen auftraten, im Altersheim zu sitzen und genau diese Geschichten zu erzählen. Und irgendwann komme sicher auch der Tag, an dem es an der Tür in seiner Altersresidenz klopft und es heißt: „Hallo! Ich bins - ?Smrt!”
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