Kaufhaus-Detektiv verhindert Betrug mit Kreditkarte

Von: hp
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Düren. Der Besuch eines Freundes in Düren endete für einen in Schweden lebenden 42-Jährigen im Gefängnis.

Ende Januar hatte sich der Mann telefonisch bei einem zwei Jahre jüngeren Bekannten, der seit drei Jahren mit seiner Familie in Düren lebt, gemeldet und seinen kurzfristigen Besuch angekündigt. Gemeinsam suchten sie zwei Kaufhäuser in Düren auf, wo der Gast aus Schweden im ersten Markt einen I-Pod und im zweiten Markt einen Laptop kaufte. Beides bezahlte er mit einer gefälschten Kreditkarte. Wegen gewerbsmäßiger Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion, Betrug und Urkundenfälschung musste er sich deshalb jetzt vor dem Dürener Schöffengericht verantworten. Seinem in Düren lebenden Freund warf die Staatsanwaltschaft Beihilfe zu diesen schweren Straftaten vor.

Beim ersten Einkauf am Ellernbusch funktionierte die Bezahlung mit der manipulierten Kreditkarte reibungslos. Nur der Warenhausdetektiv hatte „ein komisches Bauchgefühl” und informierte einen Kollegen in der Nachbarfiliale am Heerweg. Als die beiden Männer wenig später dort eintrafen und einen Laptop einkaufen wollten, fiel der Schwindel auf. Hausdetektive und Polizeibeamte fanden schließlich bei dem Hauptangeklagten, der sich rundum geständig zeigte, unter anderem gefälschte Ausweispapiere und weitere Kreditkarten.

Das Gericht unter Vorsitz Hans-Georg Wingen verurteilte den Hauptangeklagten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und sprach den wegen Beihilfe Angeklagten frei. Der Staatsanwalt hatte auf drei Jahre und drei Monate sowie anderthalb Jahre Haft plädiert. Die Bewährungsstrafe begrüßte sein Verteidiger Holger Dassler. Er erinnerte daran, dass in Schweden neben der restlichen Familie die kleine Tochter seit Beginn der Untersuchungshaft am 30. Januar auf ihren bisher unbescholtenen Vater warte.
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