Katzen sollen ohne Pflicht kastriert werden

Von: gkli
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Nideggen. Sechs von 15 Kommunen im Kreis Düren besitzen eine Katzenkastrations- und Kennzeichnungspflicht. Auch in Nideggen wurde im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) am Dienstagabend das Thema angeschnitten. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte einen entsprechenden Antrag Mitte Dezember vorgelegt.

Sie schlug darin vor, dass eine Satzung für eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen eingeführt wird. Dieter Weber, der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, und Bürgermeisterin Margit Göckemeyer gingen auf die Idee ein.

Weber: „Wir kommen zu dem Ergebnis, dass eine derartige Satzung nicht eingeführt werden sollte.“ Eine erhöhte Katzenpopulation sei in Nideggen bisher nicht bekannt. Auch gehe es um die Bezahlung. Ein entsprechender Satzungsbeschluss bedeute, dass jede Katze, die im Tierheim abgegeben werde, auf Kosten der Stadt Nideggen kastriert würde. Eine Kastration koste zwischen 60 und 110 Euro pro Tier.

Antrag abgelehnt

Hinzu käme ein zusätzlicher Personalaufwand, um etwa Kontrollen durchzuführen. Gegen die Einführung einer Satzung sprachen sich auch Markus Fischer (CDU), Walter Obladen (FDP) und Erwin Fritsch (MfN) aus. Fritsch: „Wir stimmen gegen die Satzung, das würde nichts bewirken.“

Wolf Dieter Keß (SPD) merkte an: „So lange der Gesetzgeber nichts ändert, lehnen wir die Idee ab. Wir beantragen, im kommunalen Mitteilungsblatt Aufrufe zu starten, damit Katzenbesitzer ihre Tiere freiwillig kastrieren lassen.“

Hans Gert Müller (Bündnis 90/Die Grünen) hielt dagegen, dass keine Kosten auf die Stadt zukämen, so seine Information aus dem Dürener Tierheim. Dennoch sprachen sich die Ausschussmitglieder bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gegen die Satzung aus. Doch der Antrag, dass im Amtsblatt immer mal wieder ein Hinweis gegeben werde, wurde bei drei Enthaltungen angenommen.

Schülerbeförderungskosten

Als weiteres Thema wurden die Schülertransportkosten beleuchtet, die die Stadt zu tragen hat. Die CDU hatte um eine Mitteilungsvorlage gebeten, der Bitte war die Verwaltung nachgekommen und wies für 2014 einen Gesamtbetrag von 509.290 Euro aus. Margit Göckemeyer kommentierte diese Zahl während der Diskussion: „Früher lagen die Kosten noch höher. Es handelt sich bei der Erhebung und Verteilung der Kosten um Vorgaben des Landes.“

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