Kartbahn-Pläne an der Sophienhöhe stoßen auf Kritik

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NiederzierAachen. Nach Bekanntwerden der RWE-Pläne, die Schumacher-Kartbahn aus Kerpen-Manheim an den nordöstlichen Rand der Sophienhöhe umzusiedeln, blickt die Landwirtschaft mit Sorge auf den drohenden Verlust von Ackerflächen.

Der Kreisbauernvorsitzende Erich Gussen betont, dass der zunehmende Flächenverlust dazu führe, dass viele Familienbetriebe in diesem Raum Existenzsorgen haben.

„Bereits jetzt grenzt nicht nur eine Motocross-Strecke an den geplanten Standort der Kartbahn, sondern auch ein Hundeübungsplatz und ein Flugplatz für Modellflugzeuge. Sollten auch die Pläne für die Bergwelt Sophienhöhe neuerliche Nahrung erhalten, entstünde ein zusätzlicher Flächenbedarf, den die Region kaum mehr verkraften könne“, erklärt Gussenn.

Die Landwirtschaft fordert, dass für diese Ersatzmaßnahmen keine weiteren Ackerflächen verloren gehen dürfen. Vielmehr müsse eine Anrechnung der Flächen erfolgen, die von der Landwirtschaft bereits für die Artenschutzmaßnahmen rund um den Tagebau bereitgestellt werden mussten.

Ökokonto gefordert

„Die Einrichtung eines sogenannten Ökokontos, das für alle Ausgleichsansprüche in der Region zur Verfügung stehen soll, haben wir bereits im Genehmigungsverfahren zum Sonderbetriebsplan Hambach gefordert und werden dieser Forderung weiterhin Nachdruck zu verleihen“, so Gussen. „Wir schlagen vor, einen Standort für die Kartbahn zu suchen, der einen Betrieb der Anlage erlaubt, ohne Ackerflächen zu verbrauchen.“ In diese Suche müssten auch Flächen innerhalb des Tagebaus miteinbezogen werden.

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