Karnevalistisches Konzert der Cappella Villa Duria im Haus der Stadt

Von: Bruno Elberfeld
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Die „Dürener Hofsänger“ präsentierten Fröhliches und Besinnliches. Foto: bel

Düren. Im voll besetzten Haus der Stadt feierten Männer und Frauen, mit und ohne Kostüm, ein stimmiges Karnevalsfest. Das Herzstück der Darbietungen war, so drückte es am Schluss Moderator Professor Dr. Herbert Schmidt aus, das „Sinfonische Blasorchester“ der Musikschule Düren unter der Leitung von Renold Quade.

Fetzig, wenn es sein musste und getragen mit sanften Dialogen zwischen den Instrumenten, wenn die vielfach arrangierten Partituren es forderten. Nicht zu überhören waren die Passagen, in denen echtes Bigband-Feeling zu spüren war. Die Gesamtleitung hatte der Chef der Cappella Villa Duria, Johannes Esser.

Bei dieser Veranstaltung gelang es den Akteuren auf der Bühne, die Besucher in das Geschehen einzubinden. Alte Lieder von Willi Ostermann, mit einer partiell tollen Bearbeitung für das Orchester, ließen die ersten Männer und Frauen mitsingen und mitschunkeln. Wer kann bei Liedern wie „Kutt erop“, „Die Wienanz han nen Hase em Pott“ und „Däm Schmitz sing Frau“ auch widerstehen? Beim Walzermedley „Dürener Lieder“ war der ganze Mensch schon gefordert: „Meng Heimatstadt, Ne Kursus Dürener Platt, De Annakirmes“ – die Gäste sangen strahlend mit, freuten sich.

Hymnen von Willy Schneider

Einer der Höhepunkte waren die Erinnerungen an Willy Schneider. „Text vergessen“ – diese Ausrede zählte nicht, hatten die Veranstalter doch jedem Besucher ein Textblatt in die Hand gedrückt. „Einmal am Rhein“, „Wenn das Wasser“, „Kornblumenblau“ sind allesamt Lieder, die von jedem Rheinländer, der dem Karnevalstreiben nicht gleichgültig gegenübersteht, zur Hymne erklärt würden.

Den musikalischen Schlussakkord sangen die Dürener Hofsänger unter Leitung von Johannes Esser: Karl August Plönnes, Werner Lüttgen, Jens Olschewsky und Kilian Inden. „Heimweh nach Köln“, der Seufzer eines Reisenden in der Fremde. „Wenn es Nacht wird über Düren“ – ein Lied über die dunkelsten Stunden der ehemals reichen und schönen Stadt an der Rur. Ein Lied, das mit Blick auf den 16. November innehalten ließ.

Doch das gesprochene Wort behauptete bei der Veranstaltung ebenfalls seinen Platz. „Frau Kühne“, eine Rednerin, die figürlich nicht ganz einem Topmodell entspricht, nahm sich selbst auf die Schippe. „Vorm Spiegel denk‘ ich immer wieder, müsstest abnehmen – den Spiegel“. Gedankenspiele, Witze, Humor – alles vereint in Frau Kühne. „Der BMI (Body-Mass-Index) ist wichtiger als der IQ (Intelligenzquotient)“, behauptete Frau Kühne, „denn der BMI ist veränderbar, der IQ nicht, blöd bleibt blöd.“

Sänger Torsten Prinz interpretierte von Offenbach/Hellenthal „Couplets du Flönz“. Ein schon sehr bekanntes Paar, mit Aussicht auf Einbürgerung in Düren, ist „SakkoKolonia“, Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach. Mit Witz, großer Musikalität, Gespür für Rhythmus, Choreographie, Mimik und Gestik animierten sie die Menschen zu Klatschorgien. „Mie han noch Zaus em Kessel“, „Sach ens Blotwoosch“, „Hämmche“ und andere Lieder brachten Stimmung. Apropos Stimmung: Es war „durch die Bank“ alles stimmig.

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