Karneval: Die Taschenkontrollen werden noch einmal intensiviert

Von: Jörg Abels
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An Weiberfastnacht werden die Einlasskontrollen vor dem Rathaus noch einmal verstärkt. Foto: Archiv/Johnen

Düren. Erhöhte Wachsamkeit, aber kein Grund zu übertriebener Sorge oder gar Angst: Auch nach den jüngsten Ereignissen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten brauchen Eltern keine Sorgen zu haben, wenn ihre Kinder an Weiberfastnacht auf dem Dürener Rathausvorplatz feiern.

Davon ist Peter Junker, der die Veranstaltung auf Seiten des Jugendamtes koordiniert, zutiefst überzeugt. „Im Unterschied zu Plätzen in anderen Städten haben wir einen fest abgegrenzten Veranstaltungsraum mit Ein- und Ausgangsschleusen“, betont Junker.

Rund 200 Ordnungs-, Sicherheits- und Rettungskräfte werden an Weiberfastnacht ganz genau hinsehen – bei den Taschenkontrollen, aber auch, ob sich einzelne Grüppchen auffällig auf dem Platz zusammenrotten.

Nach der Rathaussanierung wird der gesamte Vorplatz wieder mit einer hochauflösenden Kamera videoüberwacht. Auch vom Rathausbalkon aus haben die Einsatzkräfte das komplette Areal gut im Blick. „Sollten wir etwas Auffälliges bemerken, genügt ein Funkspruch und binnen zwei Minuten wird die Gruppe kontrolliert“, versichert Junker.

Aber selbst damit rechnet er eigentlich nicht. Störergruppen, die früher für Stress gesorgt haben, hätten in den vergangenen Jahren bereits einen großen Bogen um die Veranstaltung gemacht, betont der Koordinator. „Sie wissen, dass wir präsent sind, und kommen erst gar nicht mehr. Hier hat sich die gute Kooperation aller Beteiligten in den vergangenen Jahren ausgezahlt“. Eine Zahl aus dem vergangenen Jahr bestätigt Junkers Einschätzung: 2015 mussten nur ganz vier Personen vorübergehend festgenommen werden. Junker: „Ich bin total entspannt.“

Dürens Leitender Polizeidirektor Jürgen Möller teilte auf Nachfrage der DZ mit, dass seine Behörde an den Karnevalstagen zusätzliche Einsatzkräfte beim Land angefordert habe. Das gelte für Düren an Weiberfastnacht ebenso wie an Rosenmontag. Damit reagiert die Polizei auf die Ereignisse der vergangene Tage. Möller macht aber unmissverständlich deutlich, dass es keinerlei Erkenntnisse über eine besondere Gefährdungslage gebe.

Sollte sich dies ändern, werde die Polizei umgehend reagieren. Klar sei aber auch: Hundertprozentige Sicherheit könne es bei Großveranstaltungen wie einem Karnevalszug nicht geben, betont Möller – weder in Köln noch in Düren. Das weiß auch Festkomitee-Präsident Peter Schmitz. Trotzdem will er in den kommenden Tagen noch einmal das Gespräch mit der Polizei suchen. Er betont aber auch: „Wir werden uns unseren Lebensstil und das Brauchtum nicht verbieten lassen.“

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