„Karlseck“: Nach dem Verfall folgt im Februar der Abriss

Von: bugi
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Die ehemalige Gaststätte steht seit Jahren leer. Auch dem Nachbargebäude droht der Verfall. Das befindet sich In Privatbesitz. Foto: bugi

Düren. Anfang Februar soll das Gebäude der früheren Gaststätte „Karlseck“ in der Nordstadt abgerissen werden. Das bestätigte auf Anfrage Dürens Baudezernent Paul Zündorf.

Seit 2004 steht das Gebäude inzwischen leer. Weil der Besitzer sich nicht mehr um die Immobilie gekümmert hat, reagierte die Stadt vor drei Jahren und erwarb das Gebäude in einer Zwangsversteigerung, um es so vor dem endgültigen Verfall zu retten und notwendige Sicherungsmaßnahmen an dem Haus einzuleiten. Die Idee damals: Ein Investor könnte hier wieder Wohnraum schaffen, zum Beispiel altengerechte Wohnungen oder betreutes Wohnen.

„Konkrete Fortschritte der Sanierung sind bis heute nicht erkennbar“, kritisierte im August 2015 die Stadtteilvertretung Nord-Düren: „Diesen Schandfleck seit Jahren anschauen zu müssen, macht zunehmend schlechte Laune und konterkariert die vielen Aktivitäten und Projekte der Norddürener, die an eine Zukunft des Stadtteils glauben.“ Jetzt zieht die Stadt die Reißleine: „Seit Jahren hat es immer wieder neue Versuche gegeben, dieses Gebäude zu vermarkten. Es gab auch mehrere Interessenten, aber nicht zuletzt aufgrund der geringen Größe des Gebäudes hat letztlich kein Investor zugegriffen“, erklärte Zündorf.

Bleibt also nur der Abriss. Der ist allerdings aus gleich mehreren Gründen nicht ganz unproblematisch. Immerhin, so Dürens Gebäudemanager Helmut Harperscheidt, müssen zuvor die Giebelwände der Nachbarhäuser abgestützt werden. Eine Neubebauung ist zudem problematisch, weil dann andere Abstandsgrenzen einzuhalten sind. Die Stadt setzt deshalb darauf, dass es einem potenziellen Investor gelingt, ein weiteres vom Verfall bedrohtes Nachbargebäude zu erwerben, so dass dann eine Bebauung auf zwei Grundstücken möglich sein könnte.

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