Karl-Georg Steffens will Kreuzau neue Impulse geben

Von: Sarah Maria Berners
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Karl-Georg Steffens will als Kandidat von SPD und Grünen Bürgermeister werden. Foto: smb

Kreuzau. „Gegen einen Walter Ramm kann man nicht gewinnen“, sagt Professor Dr. Karl-Georg Steffens. Aber jetzt, wo der langjährige Bürgermeister aus persönlichen Gründen sein Amt vorzeitig zur Verfügung gestellt hat, sieht Steffens eine „historische Chance“ für einen Wechsel.

Karl-Georg Steffens, den die meisten Menschen Jörg nennen, will als Kandidat von SPD und Grünen Bürgermeister von Kreuzau werden. Und er sieht sich in diesem Amt als Impulsgeber, als jemand, der neue – vielleicht auch ungewöhnliche – Wege geht. „Ich möchte nicht nur unseren traurigen Haushalt verwalten“, sagt Steffens. Er würde das Gespräch mit den Bürgern suchen, Ideen spinnen.

„Vielleicht werden manche Ideen Hirngespinste sein“, sagt er. „Aber wenn von drei Ideen eine nachher umsetzbar ist, dann wäre das ein Erfolg.“ Steffens ist kein Verwaltungsfachmann, hat die Abläufe von Verwaltungen in seinem Berufsleben aber kennengelernt. „Außerdem hätte ich im Rathaus sehr kompetente Mitarbeiter“, sagt Steffens.

Die touristische Aufwertung der Gemeinde ist ein Punkt, der in seiner Freizeit gerne Rad fährt, durch den Kopf geht. Er will mit den Bürgern sprechen – und sehen, was gewünscht und was möglich ist. Eine Parkanlage zur Erholung sei eine Idee, sagt Steffens, der bei seinen Überlegungen auch die Kassenlage im Blick hat.

Angesichts der Zahlen steht Steffens auch zu einer im Wahlkampf unbequemen Entscheidung: „Das Vereinsleben ist sehr wichtig. Aber wenn jemand Sportstätten der Gemeinde nutzt, dann muss er auch dafür bezahlen. Leider haben wir nichts zu verschenken“, sagt Steffens, der jedoch betont, dass es für besondere Härtefälle Ausnahmen geben müsse. Gleichzeitig sei es an der Gemeinde, die Vereine zu unterstützen, wenn Projekte anstünden. Steuererhöhungen sind für ihn das „letzte Mittel“, das jedoch eingesetzt werden müsste, um zu vermeiden, dass ein Sparkommissar in Kreuzau Entscheidungen trifft.

Als „schwierig“ bezeichnet Karl-Georg Steffens nicht nur die finanzielle Situation, sondern auch die Verkehrssituation im Zentralort. Es gelte, Arbeitsplätze zu sichern und die Belastungen für den Bürger zu reduzieren. Und weil Karl-Georg Steffens im Bereich Logistik forscht, will er in die Diskussion einsteigen, Bürger und Firmen an einen Tisch holen. Er könnte sich vorstellen, Projekte zur Elektromobilität anzustoßen und dafür Fördergelder zu akquirieren.

Auf Steffens‘ Agenda steht auch der demografische Wandel. Der Kandidat will, dass auch ältere Menschen in kleinen Orten gut leben.

Ein „runder Tisch“ zur Infrastruktur soll her, an dem zum Beispiel Liefermöglichkeiten des Einzelhandels diskutiert werden. Generell sei Kreuzau gut aufgestellt, für Familien attraktiv. „Wir müssen sehen, dass wie dies dauerhaft so halten können.“

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