Düren - Kantor Hans-Josef Loevenich erfüllt sich bald einen Lebenstraum

Kantor Hans-Josef Loevenich erfüllt sich bald einen Lebenstraum

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Laden ein zur Einweihung der neuen Orgel von St. Anna zu Düren am Sonntag: Die Vorsitzende des Orgelbauausschusses, Ria Flatten, Kantor Hans-Josef Loevenich und Pfarrer Hans-Otto von Danwitz. Foto: Hahn

Düren. Er kommt entweder ganz früh oder ganz spät, um 8 oder um 22 Uhr: Fast unbemerkt von den Dürenern hat Kantor Hans-Josef Loevenich begonnen, sich auf der inzwischen fertiggestellten neuen Metzler-Orgel der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Anna einzuspielen.

Denn endlich naht der große Tag, an dem das unübersehbar aufragende Instrument von Weihbischof Dr. Johannes Bündgens feierlich gesegnet und so für den Gebrauch freigegeben wird - und zwar am Sonntag, 21. März, im Zuge der Messe um 11.30 Uhr.

Für den Kirchenmusiker, der mit der Vorsitzenden des Orgelbauausschusses, Ria Flatten, Pfarrer Hans-Otto von Danwitz und etlichen anderen Mitstreitern das 900.000-Euro-Projekt durchgekämpft und bei den Bürgern der Stadt als Herzenssache etabliert hat, erfüllt sich mit der Fertigstellung des imposanten Werks der Schweizer Orgelbau-Werkstatt Metzler ein Lebenstraum.

Trotz seines starken Engagements und künstlerischer Ambitionen nimmt sich Kantor Loevenich indes zurück und versichert: „In erster Linie geht es mir um den musikalisch würdevollen Gottesdienst und nicht um die vier, fünf Konzerte im Jahr.” Trotzdem bietet der in Düren tief verwurzelte Künstler den Gläubigen am Sonntag ein anspruchsvolles Programm - mit Meisterwerken der französischen Spätromantik (Vierne, Widor) und des deutschen Barock (Bach). Was er als erstes Lied angestimmt hat, noch während Meister Matthias Metzler und seine Mitarbeiter vor Ort waren, weiß Loevenich nur zu gut: „Lobet den Herren”.

Meister Metzler ist es auch, an den sich Ria Flatten noch immer gerne erinnert - zum einen wegen seiner detailversessenen Arbeitsweise, aber nicht nur deswegen. Denn zum Abschluss des Orgel-Aufbaus hat der Könner die Möglichkeiten seiner Schöpfung bis zum Letzten ausgereizt - bei einer Improvisation, die rund eine Stunde dauerte. Ria Flatten dazu unmissverständlich: „Das war traumhaft.” Trotz der Faszination der Kunstfertigkeit denkt auch die Ausschussvorsitzende an den kirchlichen Zusammenhang: „In erster Linie geht es hier um die Gemeinde und die, die nach uns kommen.”

„Endspurt” nach der Messe

Nach der Messe laden Flatten und ihre Mitstreiter gegen 13.30 Uhr zum „Endspurt” auf einem rund 500 Meter langen Rundkurs um das Papst-Johannes-Haus an der Kirche ein. Interessierte sind eingeladen, auf Bischof Bündgens, Pfarrer von Danwitz, seinen evangelischen Kollegen Dirk Christian Siedler, Ria Flatten, Bürgermeister Paul Larue oder Kantor Loevenich einen Betrag nach eigenem Gusto pro absolvierter Runde zu setzen. So sollen noch ein paar Euro zur Finanzierung der Orgel gesammelt werden. Wer mitmachen will, kann seine Bereitschaft mit dem Teilnahmeschein im Pfarrbüro, im Papst-Johannes-Haus oder im Internet erklären.
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