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Kaninchen und Meerschweinchen getötet

Von: Christoph Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Gürzenich. Als Frank Eckstein und seine Nachbarn am Freitagmorgen in ihre Gärten blickten, waren sie entsetzt.

Kaninchen und Meerschweinchen, die sie zum Teil in Ställen, zum Teil auch freilaufend hielten, lagen leblos am Boden. Eckstein alarmierte die Polizei und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Für ihn und seine Nachbarn an der Ecke Mirweiler Weg/Papiermühle steht fest: In der Nacht hat ein Verrückter die Tiere getötet. Bei der Frage nach dem Wer und dem Warum sind Eckstein und seine Nachbarn ratlos.

Für die Polizei in Düren stellte sich der Fall am Freitag anders da. Wie deren Sprecher Willi Jörres auf Anfrage der DZ mitteilte, gibt es aus Sicht der Ermittler keine Hinweise auf einen menschlichen Täter. Aufgrund der Spurenlage müsse davon ausgegangen werden, „dass ein größeres Tier, möglicherweise ein Hund, die Kleintiere gerissen hat”.

Stalltüren geöffnet

Frank Eckstein hat für die Schlussfolgerung der Ermittler kein Verständnis. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hund oder ein Fuchs Stalltüren öffnet”, sagt der Gürzenicher. Nach seiner Schilderung sind nicht nur freilaufende Tiere getötet worden, sondern auch Kaninchen und Meerschweinchen, die in vier Ställen auf den sechs betroffenen Grundstücken gehalten wurden. Und noch ein Indiz, das auf einen menschlichen Täter hinweist, nennt Eckstein: „Wenn ein Meerschweinchen, das lebendig so breit wie hoch ist, plötzlich so platt wie ein Buch am Boden liegt, kann ich mir nur vorstellen, dass jemand bewusst draufgetreten hat.”

Die elf getöteten Kaninchen und Meerschweinchen wurden von den Besitzern noch am Vormittag in eine Tierarztpraxis gebracht. Dort seien sie untersucht und zum Teil geröntgt worden, sagt Eckstein. Die Diagnose nach seiner Schilderung: „Die Tiere sind durch stumpfe Einwirkung getötet worden. Hinweise darauf, dass ein größeres Tier verantwortlich war, gibt es nicht.” Aus der Tierarztpraxis gab es dafür gegenüber der DZ keine Bestätigung. Man bitte um Verständnis dafür, dass man sich nicht öffentlich zu den Untersuchungen äußern möchte, hieß es.

Für Frank Eckstein ist der Fall noch lange nicht abgeschlossen. Er habe die Polizei auf die Erkenntnisse aus der Tierarztpraxis und auf weitere Spuren und Indizien hingewiesen, sagte er der DZ. Er gehe davon aus, dass die Ermittlungen fortgeführt werden. Möglicherweise, spekuliert Eckstein, habe es sich um den gleichen Täter gehandelt, der vor einigen Wochen für das Verschwinden von vier Katzen in der gleichen Gegend verantwortlich war. Eine Katze habe man später mit aufgeschnittener Kehle gefunden, sagt Eckstein.
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