Kampagne gegen Autos auf den Rad-Schutzstreifen

Von: fjs
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Ein Bild, das tagtäglich auf Dürens Straße zu sehen ist: Radfahrer müssen in die Fahrbahnmitte wechseln, weil die Schutzstreifen mit Autos zugeparkt sind. Die Dürener Grünen mit ihrer Fraktionschefin Verena Schloemer (im Bild) wollen nun eine Kampagne starten, um Autofahrer zu sensibilisieren. Foto: Schröder

Düren. Für Fahrradfahrer, die in Richtung Innenstadt wollen oder schon in der Innenstadt unterwegs sind, ist es jeden Tag ein gefährliches Szenario: Die Schutzstreifen für Radfahrer oder die Radfahrwege sind von Autos zugeparkt. Die Radfahrer müssen Richtung Straßenmitte ausweichen und produzieren damit gefährliche Situationen für sich und die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer.

„So kann es nicht weiter gehen”, sagt Verena Schloemer, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Stadtrat und selbst begeisterte Radlerin. Sie kündigt eine Kampagne an, um Öffentlichkeit sowie Politik und Verwaltung für das Thema zu sensibilisieren.

Das sei bitter nötig, meinen die Fraktionsvorsitzende und ihr Geschäftsführer Georg Schmitz und ziehen als Beweis die jüngste Sitzung des Stadtrates heran. „Auf meine Bitte an die Verwaltung, gegen das massive Parken auf Schutzstreifen für Radfahrer verstärkt vorzugehen, habe ich mehr oder minder intelligente Kommentare zu hören bekommen”, klagt Verena Schloemer und fühlt sich bemüßigt, auch ihren Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat die Rechtslage näher zu bringen.

Parken auf den Schutzstreifen ist ebenso wie auf den Radwegen grundsätzlich verboten. Das sagt die Straßenverkehrsordnung klar und unmissverständlich. Dass sich motorisierte Verkehrsteilnehmer einschließlich Anwohner davon nicht beeindrucken lassen, machen Schloemer und Schmitz am Beispiel der Tivolistraße klar. „Hier stehen Fahrzeuge oft stundenlang und trotz angebrachtem Halteverbotszeichen”, wissen die Dürener Grünen.

Für die nächsten Wochen kündigten Schloemer und Schmitz eine Kampagne an, die zum Ziel hat, neben dem Sensibilisieren auch die Erarbeitung eines Radfahrkonzeptes zu erreichen.

Eine erste Auflistung, die gefährliche Punkte für Radler und fehlende Sicherheitsvorkehrungen darstellt, ist bereits fertig. Diese Liste soll kontinuierlich fortgeschrieben werden.
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