Nideggen - Kammerphilharmonie Köln: Akribisches und virtuoses Spiel auf der Violine

Kammerphilharmonie Köln: Akribisches und virtuoses Spiel auf der Violine

Von: Bruno Elberfeld
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Die Kammerphilharmonie Köln spielte sich beim traditionellen Herbstkonzert in der Pfarrkirche Nideggen in die Herzen der Menschen. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Die Werbeplakate, die schon Wochen vorher in Nideggen aushingen, hatten für den Leser einen hohen Wiedererkennungswert, denn in der obersten Reihe standen – wie schon immer – Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) und seine vier Jahreszeiten.

In dem Herbstkonzert 2017 war der „Sommer“ auf dem Programm. Das allein schon zeigt die starke Verbundenheit der Kammerphilharmonie Köln mit Nideggen und seiner Pfarrkirche. Ein Grund für das jährliche Konzert sei aber auch, so der Sprecher, die exzellente Akustik in dem Kirchenraum.

Der Solist bei allen Violinsoli war Sergey Didorenko. Die Flötensoli spielte Marion Fröleke. Sie meisterte das Flötensolo in Vivaldis „La Notte“, „Konzert g-Moll für Flöte und Streicher“, mit Charme und Virtuosität. Die Flötistin spielte auch das Solo in Johann Sebastian Bachs (1685 bis 1750) „Suite h-moll für Flöte“. Musikalisch heiterer ging es bei Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 bis 1791) „Divertimento F-Dur KV 138“, zu, auch als „Salzburger Sinfonie“ bekannt.

Fehlen durften nicht – wie in jedem Jahr – Kompositionen von Peter Tschaikowsky (1840 bis 1893) und Niccolo Paganini (1782 bis 1840). Mit Tschaikowskys „Elegie“ in G-Dur und mit dem „Karneval in Venedig“ für Violine und Orchester aus der Feder von Teufelsgeiger Paganini konnte der Solist Sergey Didorenko einmal mehr mit seinem akribisch virtuosen Stil im Verbund mit temperamentvoller Empathie überzeugen. Die Besucher in der Kirche St. Johannes Baptist zeigten sich begeistert und animierten die Musiker zu gefälligen Zugaben aus dem Bereich der populären Musik, auf der Violine gekonnt „verklassikt“.

Die Musiker traten in diesem Jahr auf unter dem Motto „Klassik überall“. Für sie spiele es keine Rolle, so verlautete aus dem Management, „ob sie in einer kleinen Dorfkirche, unter freiem Himmel, im Kölner Dom oder im ‚Sydney Opera House‘ spielen“. Ihre Spielfreude sei jedes Mal die gleiche.

Was die Gäste in St. Johannes Baptist wieder feststellen konnten, war die große Professionalität der Akteure. Ein weiterer Grundsatz der Kammerphilharmonie Köln heißt: Denn jedes Mitglied soll die Möglichkeit haben, sich als Solist zu präsentieren.

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