Kammermusikfestival wird weiter unterstützt

Von: Gudrun Klinkhammer
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Ludwig Kons, Sebastian Ackermann, Dr. Hans-Joachim Güttler und Dr. Eckhard Tennstedt, der Schatzmeister des Kunstfördervereins (v.r.), unterzeichneten am Mittwoch die Verträge zur weiteren Kooperation von „Spannungen“. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Die Verantwortlichen machen keinen Hehl daraus: Der Vertragsunterzeichnung am Mittwochmorgen in den Räumen der Initiative „Die Treppe“ in der Yorckstraße in Düren ging ein zähes Ringen voraus. In Düren unterzeichneten Vertreter von RWE und des Kunstfördervereins Düren die Papiere.

Diese beinhalten, dass das Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach bis 2019 weiterhin von RWE finanziell unterstützt wird. Auch wurde festgeschrieben, dass bis dahin das Jugendstilkraftwerk als Veranstaltungsort erhalten bleibt. Von Beginn an war und ist RWE Hauptsponsor der Konzertreihe im Kraftwerk am Heimbacher Staubecken. Sebastian Ackermann, Leiter der Unternehmenskommunikation von RWE Deutschland, betonte: „Was vor 18 Jahren als Kleinod vor den Toren Kölns startete, ist inzwischen ein Format von internationaler Bedeutung geworden. Worauf wir stolz sind: Wir freuen uns, von Anfang an dabei sein zu dürfen und sehen den Gegenwert.“

Doch ging er auch offen auf die Probleme ein: „Unserem Konzern geht es schlecht, wirklich schlecht. Das Projekt stand auf der Kippe. Wir müssen den Gürtel viel enger schnallen und wollen uns doch in der Region engagieren bei Projekten, in denen viel Herzblut steckt.“ Zwei Wege standen zur Debatte: Der eine Wege hätte für RWE bedeutet, „Spannungen“ noch einmal richtig groß zu fördern und dann auszusteigen. Der zweite Weg wird nun beschritten. Die finanziellen Mittel werden um 30 Prozent gekürzt, aber die Kontinuität bleibt erhalten. Für Dr. Hans-Joachim Güttler ein ganz wichtiger Baustein, denn: „Die Weltklassemusiker müssen langfristig planen und frühzeitig gebucht werden.“

Was Güttler sehr hervorhob, ist der faire und saubere Umgang während der Vertragsverhandlungen zwischen den Vertretern von RWE und dem Kunstförderverein. Ludwig Kons, Leiter der Sparte Wasserkraftwerke von RWE-Power, ging ebenfalls auf die Probleme ein, hob aber auch Erfolge hervor: „RWE erlebt derzeit einen massiven Arbeitsabbau, das hätten wir uns noch vor einiger Zeit gar nicht vorstellen können. Dennoch möchten wir an Spannungen festhalten. 100.000 Besucher haben bisher die Konzerte besucht und wir hoffen, dass die Anziehungskraft erhalten bleibt.“

Für alle Beteiligten erhält das Wort „Spannungen“ aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung eine ganz neue Bedeutung. Kons: „Momentan besitzt das Wort sogar eine schmerzhafte Bedeutung.“Auch Lars Vogt, Weltklassepianist und von Beginn an der künstlerische Leiter der Konzertreihe, freut sich über die Entwicklung und ist sehr dankbar. Er setzte anlässlich der Vertragsunterzeichnung folgende Zeilen auf: „Die Tage in Heimbach sind so intensiv, so besonders, dass man am Ende etwas ungläubig in das gewohnte Leben zurückkehrt.“ Dank richteten die Veranstalter, auch an die Mitarbeiter des Kraftwerks, die mit viel Engagement „Ausnahmezustand“ im Gebäude unterstützen würden.

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