Kammerchor gedenkt Regers 100. Todesjahres

Von: Georg Neulen
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Zwischen Dirigent und Orgel: Die Solisten und der Kammerchor gedachten musikalisch von der Empore von St.Joachim des 100. Todesjahres von Max Reger.

Düren. Die einladend hohen Kirchenschiffe und der gewaltig brausende Orgelton von St. Joachim stehen allerdings häufig im Widerspruch zu der geringen Beachtung in der Nordstadt. Johannes Esser hat die Klais-Orgel nicht nur seit Jahrzehnten gespielt, gepflegt und praktikabel restaurieren lassen, er bietet auch immer wieder reizvolle Konzerte dort an.

Aus Anlass des 100. Todesjahres von Max Reger (1879-1916) brachte er seinen Kammerchor der Cappella Villa Duria mit 22 Sängerinnen und Sängern zum Konzert der vier- bis sechsstimmigen Gesänge im Wechsel mit der Vielstimmigkeit der Königin der Instrumente.

Sie vereinigten sich zum Höhepunkt in der Choralkantate „Meinen Jesum lass ich nicht“ mit drei Solisten, Celina Shapiro (Violine), Remy Sornin-Petit (Viola) und Chormitglied Ulrike Tatsch, die mit ihrer kraftvoll glänzenden Stimme auch zuvor mit der Orgel die Lieder „Klage vor Gottes Leiden“ und „Am Abend“ als inniges Gebet vorgetragen hatte.

Der Kontrast der Orgeldynamik zu den von Kurt Collinet dirigierten Gesangsstücken schuf von der Empore her für die wenigen Zuhörer eine intime wie anregend lebhafte Stimmung. Durchmischt von den liturgischen Orgelstücken aus op.59, Kyrie, Gloria und später Benedictus, der Invokation aus Sonate Nr.2 d-Moll op.60, der „Trauerode“ und dem abschließenden „Dankpsalm“ aus op.145, beide mit Lied-Assoziationen endend, klangen die Gesänge wohltuend schön.

Denn ansprechend klar lässt Reger als der deutsche Komponist die Texte in der Muttersprache so verständlich artikulieren: aus den „Geistlichen Gesängen“ op.138 „Wir glauben an einen Gott“, „O Lamm Gottes“, „Die Nacht ist kommen“ und „Unser Lieben Frauen Traum“ mit der auf Jesus bezogenen Verehrung.

Das im „Dankpsalm“ der Orgel versteckte „Lobe den Herrn“ umspielte Freude und Frieden bis zum verdienten Schlussbeifall.

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