Kalle Pohl gibt seinem Publikum reichlich...

Von: ch
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Im Herzen ist er seiner Heimat treugeblieben: Komiker Kalle Pohl wurde von den AG-Schnüss zum ersten Ehrenmitglied ernannt. Foto: Hahn

Düren. Der Volkssprache Dürener Platt haben sie sich verschrieben; ein Volksfest nach Maß haben sie veranstaltet: Den Vorstandsmitgliedern der AG Schnüss um ihren Vorsitzenden Addy Clemens ist mit dem 16. Mundart-Festival ein Erfolg von Format gelungen.

Drei Tage lang pilgerten die Freunde des Dialekts bei freiem Eintritt in den Willy-Brandt-Park - und bekamen nicht nur Mundart vom Feinsten geboten. Denn zu den drei Tagen der Volkssprache gehörte auch gepflegte Rockmusik.

Zum Beispiel Peter Leisten und seine Band „Four Kings”: vier Musiker, die die Musik der 60er bis 80er Jahre als das spielen, was es für sie ist - ein Teil ihres Lebens. Letzteres gilt auch für die „Forty Licks”. Melodische Feinkost boten zudem Fabrice Vivier und Gilbert Behl alias „Bottelneck”.

Bestens sortiert war auch die Mundart-Sparte. Birkesdörper Buure Band, Echte Fründe und viele andere, die die lokal geerdete Musikszene so facettenreich machen. Mit seinen Freunden von den kultigen „Schwees Fööss” zauberte Addy Clemens gute Laune in die Arena und ließ durch Texte mit aktuellen Bezügen aufhorchen.

Doch bei aller künstlerischen Lebendigkeit war jemand anders der absolute Star: Kalle Pohl, in Merzenich geborener Komiker und Frauen-Liebling, gab sich am Samstagabend die Ehre - zu einem ganz speziellen Heimspiel. Jede Menge Autogramme und Fotos mit (weiblichen) Fans noch vor dem Gang zur Bühne - das verriet: Für Kalle Pohl war dieses Gastspiel in der Stadt, wo seine Eltern eine Gaststätte betrieben und er eine erfolglose Kochlehre absolviert hat, eine Herzensangelegenheit.

Und Pohl gab seinem Publikum reichlich: Tante Minchen, Onkel Schäng und sein Kiosk, Lieder zum Akkordeon und - als Zugabe - diverse stimmsicher imitierte Politiker aus Vergangenheit und Gegenwart wie Park-Patron Willy Brandt und Ulla Schmidt. Kalle wirkte im Park wie daheim. Der Lohn ereilte ihn prompt: Die AG Schnüss machte ihn zum ersten Ehrenmitglied.
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