Mariaweiler - Kahler Flur wird zur erweiterten Lernzone

Kahler Flur wird zur erweiterten Lernzone

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Ganz neuer Anstrich: Schüler und Lehrer der Anne-Frank-Gesamtschule sind sehr zufrieden mit den umgestalteten Flurbereichen. Das gilt auch für Schulleiter Hans-Willi Stollenwerk (rechts hinten).

Mariaweiler. Mit Orangensaft und - natürlich alkoholfreiem - Sekt hat die Anne-Frank-Gesamtschule die neu gestalteten Flurbereiche der Jahrgänge 5 und 6 eingeweiht. Zwei Jahre Planungsarbeit gingen diesem Festakt voran.

Schulleiter Hans-Willi Stollenwerk zeichnete in seiner Ansprache die Geschichte dieses Projektes nach. Eine Arbeitsgruppe hatte sich bei Experten und an anderen Schulen Rat eingeholt und mit der Schreinerei Mandelartz einen Plan entwickelt.

Der Gewinn des Schulentwicklungspreises im Jahre 2008 hatte 7000 Euro in die Schulkasse gespült, die dank Konjunkturpaket II auf den erforderlichen Betrag von insgesamt 12.000 Euro aufgestockt werden konnten. Ein neuer Anstrich und eine erneuerte Beleuchtung lassen den ganzen Bereich in neuem Glanz erscheinen.

Arbeitsergebnisse präsentieren

Sitzbänke in mehreren Etagen laden ein zum entspannten Aufenthalt. Nischen mit Stehtheken und Pinnwänden werden genutzt, um Arbeitsergebnisse zu präsentieren und in Ruhe zu studieren. So entwickelt sich ein ehemals kahler und trister Flur zu einer erweiterten Lernzone, in der sich Gruppen oder auch mehrere Klassen versammeln können. Als Geschenk und Aufforderung übergab die Schulleitung den Schülern ein großes Pult, an dem zukünftige Redner ihre Argumentationsfähigkeiten erproben können.

Beeindruckt zeigte sich Professor Hausmann, Fachhochschule Aachen, von dem Weg, den die Schule für die pädagogische Schulraumgestaltung eingeschlagen hat. Den ganzen Tag lang beobachtete er mit seinen Studenten den Schulbetrieb. Als Fachmann für pädagogische Schulraumgestaltung referierte er am Nachmittag über die aktuellen Gestaltungsprinzipien von Schulgebäuden. „Ein gut gestaltetes Schulgebäude ist nicht alles, aber ein wichtiger Bestandteil einer guten Schule.” Gerne stehe er als Berater für die weiteren Vorhaben zur Gestaltung des Schulgebäudes zur Verfügung.

Der finanzielle Spielraum, der Schulen für derartige Vorhaben zur Verfügung steht, ist begrenzt. So sind Kreativität und Eigeninitiative besonders gefragt. Mit einem schmunzelnden Blick erklärte Hausmann sich gerne bereit, einen kleinen Hammer zu spenden, um Mauern einzureißen und für offene Lernsituationen zu sorgen.

Die Lehrer der AFG nahmen diesen Gedanken gerne auf: „Die zusätzlichen Mittel für die Beschaffung eines großen Hammers legen wir gerne dazu.” Vielleicht können aber auch wieder Preisgelder aus Wettbewerben helfen, an denen die Schule sich auch in Zukunft beteiligen will - vorausgesetzt, die Juroren finden alles genau so gut wie die Schüler, die den neuen Bereich längst in Besitz genommen haben.
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