Kämmerer: Neue Ausschreibung

Von: Stephan Johnen
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Düren. Die Ausschreibung des Ersten Beigeordneten und Kämmerers der Stadt Düren ist auf große Resonanz gestoßen. 16 Bewerbungen sind bei der Stadt eingegangen, zehn Kandidaten erfüllten nach Prüfung das Anforderungsprofil.

Eine Entscheidung wird der Stadtrat jedoch nicht treffen. Die „Ampel“-Koalition und die CDU haben sich nach DZ-Informationen darauf verständigt, die Stelle neu auszuschreiben, die Anforderungen anzupassen – und gleichzeitig einen Kandidaten für die vakante Stelle des Rechtsdezernenten zu suchen. Während die „Ampel“ das Vorschlagsrecht beim Kämmerer erhält, ist die CDU beim Dezernenten für Recht und Ordnung am Zug. In der heutigen Ratssitzung soll die Neuausschreibung beschlossen werden.

„Der Fokus wird bei den Anforderungen ein Stück mehr auf die Wirtschaftsförderung gelegt. Der neue Kämmerer soll auch sehr gute Kenntnisse auf diesem Gebiet besitzen“, sagte SPD-Fraktionschef Henner Schmidt auf Nachfrage. Der Erste Beigeordnete soll für das Hauptamt, das Amt für Finanzen sowie das Sozialamt zuständig sein, aber auch Hauptgeschäftsführer einer noch zu gründenden Gesellschaft für Struktur- und Stadtentwicklung sein. „Mit einem Volljuristen als Rechtsdezernent wäre der Verwaltungsvorstand wieder komplett“, sagte Schmidt. Er geht davon aus, dass das Bewerbungsverfahren „im Idealfall“ bis zur Sitzung des Rates am 16. Dezember abgeschlossen ist und der Rat in beiden Fragen eine Entscheidung trifft. Der von der „Ampel“-Koalition geforderte Beigeordnete für Jugend, Schule und Kultur, der Aufgaben übernommen hätte, die Bürgermeister Paul Larue (CDU) ausübt, ist vom Tisch.

„Aller Voraussicht nach werden wir eine neue Ausschreibung auf den Weg bringen“, bestätigte CDU-Fraktionschef Stefan Weschke Gespräche mit der „Ampel“-Koalition. Die CDU profitiert davon, das Vorschlagsrecht für einen Rechtsdezernenten zu erhalten. Eine Stelle, die die „Ampel“ mit Blick auf einen Beigeordneten für Jugend, Schule und Kultur nicht wiederbesetzen wollte. Von einem Kuhhandel könne keine Rede sein, betont Weschke. „Wir haben angesichts wichtiger Beschlüsse nach Gemeinsamkeiten gesucht“, sagte er. Es diene dem „Wohle der Stadt“, diese Personalentscheidungen mit einer großen Mehrheit zu treffen. Er begrüßt, dass die „Ampel“ das Thema Jugend- und Kulturdezernent nicht weiter verfolgt: „Paul Larue leistet gute Arbeit.“ Angemerkt

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