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Kabarettistin Nora Boeckler nimmt die eigene Vita auf die Schippe

Von: Hendrik Buch
Letzte Aktualisierung:
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Klagte über das harte Los der Schauspielprofession: Nora Boeckler begeistert die überwiegend weiblichen Zuschauer im Berufskolleg Foto: Buch

Düren. Über sich selber lachen kann Nora Boeckler auf jeden Fall. Öfters nahm sie während ihres Kabaretts „Spaß ist mir ernst“ die eigene Vita auf die Schippe. So machte sie sich über Absurditäten in der Schauspielschule lustig und witzelte über die beruflichen Realitäten einer Künstlerkarriere.

Anlässlich des Weltfrauentags trat die junge Kabarettistin in der Aula des Nelly-Pütz-Berufskollegs auf. Gut besucht war die Halle und das Publikum nahezu ausschließlich weiblich.

Und so wurde über die Männerwelt und deren Befindlichkeiten natürlich auch gewitzelt. „Der Hund bellt, die Katze haart und der Mann ist wehleidig“, analysierte Boeckler den sogenannten Männerschnupfen. Wer damit nicht klar käme, der solle sich keinen Typen anschaffen. „So Männer leben schließlich auch unfassbar lang“, appellierte sie an das Verantwortungsgefühl der Frauen. Sie selber würde aus ihren Beziehungen hingegen lernen: „Ich mache einen Fehler nie zweimal – sondern fünfmal.“

Erfahrung als Kellnerin

Ansonsten bewies die Kabarettistin vor allem ein besonderes Talent darin, in verschieden Rollen zu schlüpfen. Als Kellnerin – ein Job den man als Schauspielerin zwangsläufig einmal mache – habe sie die unterschiedlichsten Typen kennengelernt. Schnell und sicher sprang sie immer wieder zwischen den Charakteren, wie der frech-blöden Jacqueline aus der Generation Youtube oder der öko-arroganten Wiebke Wagner.

Auch in der Rolle ihrer Mutter tauchte sie immer wieder in ihren Erzählungen auf. Charakterisiert als eher ländlich-naive Bodenständige stieß diese immer wieder mit der kreativen Tochter aufeinander. Ihre Eltern seien halt Schwaben, klagte sie ihr Leid. Darum hätte sie auch nie Geschenke bekommen: „Wir Schwaben schämen uns eben lieber zehn Minuten als Geld auszugeben“, witzelte sie.

Insgesamt traf ihr weiblicher Humor den Nerv des Publikums, das einen kurzweiligen Abend mit ausgelassener Stimmung im Berufskolleg erlebte.

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