Kabarettist Marc Breuer begeistert sein Publikum im KOMM-Zentrum

Von: Kim Statzner
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Auf der Suche nach Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr: Marc Breuer spielt mit Überzeugungskraft den Löschmeister Josef Jackels Foto: Kim Statzner

Düren. Im einem idyllischen Dorf in der Voreifel ist das Leben noch in Ordnung – wären da nicht die nie endenden Sorgen um den Nachwuchs bei der Freiwilligen Feuerwehr. Löschmeister Josef Jackels ist entschlossen neue Mitglieder, notfalls auch von auswärts, zu rekrutieren.

So landete der nervöse Feuerwehrmann am Montagabend in Düren auf der Bühne des KOMM-Kulturzentrums in der August-Klotz-Straße.

„Wir suchen Damen und Herren zwischen 18 und 68, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen“, wirbt er hochprofessionell um Bewerber. „Man muss auch kein Spitzensportler sein und den Intelligenztest haben wir auch abgeschafft. Der hat hier irgendwie auch keinen Sinn gemacht.“ Vielleicht abgeschreckt von der Kündigungsfrist von 12 Jahren, hielten sich die neuen Bewerbungen seitens des Publikums aber eher in Grenzen.

Der Mann hinter Löschmeister Josef Jackels ist Kabarettist und Komiker Marc Breuer. In seinem Programm „Löschen, Retten, Keller leerpumpen“ schlüpft er neben dem Löschmeister auch in die Rollen von Feuerwehr-Hilfspraktikant Richard Borowka, Gebrauchtwagenhändler Heribert Oellers und Vorort-Rockstar Manni Mertens. Wandlungsfähig und auf den Punkt spielt er so mit den Klischees des Dorflebens.

Figuren leisten ganze Arbeit

Seine Figuren leisteten ganze Arbeit das Publikum von der Freiwilligen Feuerwehr zu überzeugen. Heribert Oellers von Gebrauchtwagen-Oellers — er Verkauft hauptsächlich „Citröööns“ — war sogar so angetan mit der Leistung des Löschtrupps, dass er nun der neue Sponsor ist.

Als er mal Wasser im Keller hatte, rückte Löschmeister Josef Jackels nach nur 65 Minuten und ohne die notwendige Pumpe an. Aber bei der Feuerwehr ist man ja erfinderisch und später am Abend war tatsächlich der Keller trocken und Heribert Oellers überzeugter Feuerwehrfan.

Bei so viel geballter Kompetenz war es kaum verwunderlich, das sich das Publikum vor Lachen nicht mehr halten konnte.

Breuers Programm zauberte mühelos eine auffallend akkurate Karikatur des Dorflebens. Abwechslung wurde dabei nicht nur durch seine Rollen, sondern auch durch Einspieler und Musikeinlagen geboten. Insgesamt bot Breuer seinen Gästen einen rundum gelungener Kabarettabend.

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