Düren - Kabarettist Felix Janosa leert den Giftschrank aus

Kabarettist Felix Janosa leert den Giftschrank aus

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Singt sich in seinem neuen Programm alles von der Seele, was ihn belastet: Kabarettist Felix Janosa.

Düren. Der eine macht eine Therapie oder eine Kur, Felix Janosa hingegen verarbeitet Erlebnisse gerne auf musikalische Art und Weise – satirisch, schwarz und trotzdem charmant-amüsant. Diesen „Giftschrank“ präsentiert er nun als Kabarettprogramm, unter anderem am Montag, 4. April, ab 20 Uhr im KOMM, August-Klotz-Str. 21, in Düren.

Der Aachener versteht es, sich immer wieder neu zu erfinden: sei es als Autor, als Kabarettist, als Hörspiel-Produzent oder aber als Komponist von klassischer Musik. Spricht man Janosa darauf an, warum er nach dem Lehramtsstudium Ende der 80er Jahre nicht den Beruf des Musiklehrers ausüben wollte, bekommt man eine entrüstete Antwort: „Ich kann unmöglich das Gleiche machen wie meine Frau! Später unterhalten wir uns beim Abendessen darüber, welche Stücke sie heute mit der 8c durchgenommen hat und wer bei mir in der 8b wieder einen Klassenbucheintrag bekommen hat! Da musste ich mir etwas anderes überlegen.“

Und so schlug er zunächst eine Karriere als Kabarettist ein und spielte unter anderem in renommierten Theatern wie dem Mainzer Unterhaus und dem Bonner Pantheon.

Gemeinsam mit einem Studienkollegen rief er Anfang der 90er Jahre die Welt rund um Ritter Rost ins Leben: ein Kinderhörspiel-Musical mit durchdachten Geschichten und höchstem musikalischen Anspruch, das nicht, wie viele andere Kinderhörspiele, Eltern in den Wahnsinn treibt, sondern auch sie zu Fans werden lässt. So wie zum Beispiel Judith Holofernes, die Frontfrau der Band „Wir sind Helden“: Sie postete im Jahr 2012 im Internet, sie sei derart begeistert von den Geschichten des Ritter Rost, dass sie gerne bei dem Hörspiel mitmachen würde. Ihr Wunsch sollte wahr werden: Noch im gleichen Jahr sang sie in „Ritter Rost und die Zauberfee“.

Die gleiche musikalische Qualität, die Janosa seinen erwachsenen Kabarett-Fans bietet, wollte er auch seinen jungen Ritter Rost-Fans präsentieren – mal eine Anlehnung an die Beatles, mal an Beethoven . „Im Gegensatz zu Rolf Zuckowski und Peter Maffay sind wir die reinsten Hochkultur-Punks“, sagt Janosa mit einem zufriedenen Lächeln. Im Mai 2014 erhielt er für seinen ersten Ritter-Rost-Musicalband die goldene Schallplatte.

Politisch unkorrekt

In seinem aktuellen Kabarett-Programm „Giftschrank – Alles muss raus!“ singt sich Felix Janosa 100 Prozent politisch unkorrekt alles von der Seele, was ihn und sein Publikum schon lange belästigt hat. Sei es die mangelnde Datensicherheit beim Online-Shopping oder aber der Chef, den man am liebsten vergiften möchte – Felix Janosa verpackt es musikalisch virtuos und textlich genial.

Schwarzer Humor in bester Georg Kreisler-Manier wechselt sich in dem Programm ab mit intelligentem Pop und Jazz.

Hinzu kommen Janosas beliebte Stilparodien, in denen er alle Sängerkollegen auf‘s Korn nimmt, die es auch verdient haben.

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