Vossenack - Kabarett: Mordermittlung führt in ein Krankenhaus

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Kabarett: Mordermittlung führt in ein Krankenhaus

Von: Gudrun Klinkhammer
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Der Kabarettist, Sänger und Autor Sascha Gutzeit schlüpft in diverse Rollen, während er sein Ein-Mann-Stück „Mord, bis der Arzt kommt“ in Vossenack im Kloster-Kultur-Keller vor nahezu ausverkauften Reihen präsentiert. Foto: Gudrun Klinkhammer

Vossenack. „Die Landstraße schimmerte wie eine nasse Blindschleiche, als Kommissar Heinz Engelmann in seinem rosaroten Fiat Panda darüber krachte.“ Die Bilder, die der Kabarettist, Sänger und Autor Sascha Gutzeit mit seinen Worten malt, sind einprägsam und witzig. Mit seinem Bühnenprogramm „Mord, bis der Arzt kommt“ gastierte er am Samstagabend im Kloster-Kultur-Keller in Vossenack.

Bei herrlichem Theaterwetter - es regnete draußen wie aus Kübeln - wie Bruder Wolfgang Mauritz, der unermüdliche Motor des Kloster-Kultur-Kellers, bemerkte, konnte die neue Saison bestens starten. Nahezu ausverkauft war das kleine Theater im Keller des Vossenacker Franziskaner Klosters.

Die Geschichte: Polizeimeisterin Liesel, enge Vertraute von Mordkommissar Heinz Engelmann, wird angeschossen. Sie überlebt knapp und landet in einem Krankenhaus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Chefarzt Klaus Jürgen hat alle Hände voll zu tun, denn plötzlich verwandelt sich der betagte und verarmte „Drei-Groschen-Opa“, der mehr zufällig in die Klinik eingeliefert wurde, in eine Leiche. Die Diagnose: Mord.

Fachmann für „Florensik“

Während Engelmann, nebenbei Fachmann für „Florensik“ und die „Art-Rose“, die er seiner Kollegin Liesel ans Krankenbett bringt, den ein oder anderen Cognac benötigt – denn für Kaffee ist es bei ihm in der Regel dann noch zu früh – kippt der Chefarzt sich lieber hin und wieder einen „Emergency-Rum“ hinter die Binde.

Dementsprechend motiviert machen sich die beiden an die Arbeit. Heraus kommt eine Mischung aus Klamauk, Musical, Theater und Ein-Mann-Fernsehschau. Als Bühnenbild diente der überdimensionale Nachbau eines Fernsehgerätes aus den 1970er Jahren. Die Zuschauer hatten ihren Spaß an dem hintersinnigen Geschehen. Sie applaudierten bei Schlagersänger „Rotz Stuart“ mit seiner Influenza und als Dr. Otto Päde zum Röntgenapparat schritt.

Weiter sangen sie die eingängigen Melodien und Texte mit. Langeweile war keine auszumachen. Alles in allem war der Abend einmehr als gelungener Saisonauftakt im Kloster-Kultur-Keller in Vossenack, der jede Menge Appetit auf mehr Theater in diesem Winter zulässt.

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