K27 bleibt weiter ein großes Thema

Von: Tobias Röber
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Zu viel Verkehr? Anscheinend ist es Ansichtssache. Die K 27 (auf dem Bild ein Abschnitt zwischen Merode und Pier) sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Foto: Röber

Schlich/Pier. Die Abbindung der K 27 ist (zunächst) vom Tisch, das Thema lässt die Bürger der Herrschaft und Umgebung dennoch nicht ruhen. In Schlich äußerten etliche Bürger ihren Unmut bei einer Versammlung, und auch in Pier steht die K 27 am Donnerstagabend bei der Versammlung im Bürgerhaus auf dem Programm.

Der Ortsverband Schlich-Merode-Dhorn-Geich-Obergeich hatte mit den Ortsvorstehern Dieter Zietz (Schlich), Albert Trostorf (Merode) und Andreas Reinartz (Dhorn) zu der Versammlung in Merode eingeladen. Da wussten die Organisatoren noch nicht, dass am selben Tag im Kreishaus beschlossen wurde, eine Abbindung nicht weiter zu verfolgen.

Der Grund: Das Verkehrsaufkommen sei nicht nennenswert gestiegen. Auf Grundlage eines Gutachtens werde daher von der geplanten K 27n abgesehen. Das von den Bürgern beklagte hohe Lkw-Aufkommen sei auf Grund des inzwischen eingeschränkten Deponiebetriebes in Horn und der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Pier deutlich zurückgegangen.

Die erwartete Verkehrszunahme infolge des Umsiedlungsstandortes sei zwar eingetreten, diese überlagere sich jedoch mit einer generellen Verkehrsabnahme, sodass in der Summe eine etwa gleichbleibende Verkehrsbelastung festgestellt wurde. „Das Ergebnis ist eindeutig”, stellt Walter Weinberger, Amtsleiter Kreisentwicklung und -straßen, fest. Auch die Verschwenkungen der Straße im neuen Pier hätten dafür gesorgt.

7300 Fahrzeuge wurden bei der jüngsten Verkehrsmessung gezählt. Die Kontrollrechnungen ergaben laut Kreis, dass 5000 Pkw-Fahrten auf der K 27 von der Langerweher Bevölkerung selbst erzielt werden. An den Verkehrszählungen gab es ebenfalls Kritik. Sie seien lediglich auf den Bereich Langerwehe/Jüngersdorf bezogen worden und nicht oder nur sehr unzureichend auf den Bereich Schlich/Merode/Dhorn.

Einige Anwohner äußerten bei der Bürgerversammlung in Schlich die Befürchtung, dass die Anbindung an die Autobahn für noch mehr Verkehr sorgen werde. Weinberger verneint dies: „In dem Rechenmodell sind alle Eventualitäten einbezogen.” Heißt: Eine Verkehrszunahme befürchtet Weinberger auch dann nicht, wenn der Autobahnanschluss da ist.

Und nun? „Wir wollen den Beschluss nicht rückgängig machen”, sagt Dieter Zietz. Man wolle das beste aus der Situation machen und zumindest verkehrsberuhigende Maßnahmen erreichen. Wie die aussehen können, soll in Gesprächen geklärt werden. Auch Philipp Schmitz-Schunken, Vorsitzender der CDU Herrschaft kündigte an, sich mit der Entscheidung nicht abzufinden. Seine Partei werde das Thema weiter verfolgen und das Gespräch mit dem Kreis suchen. Ebenfalls werde die AG Verkehr der Dorfwerkstatt Merode das Thema im Blick halten.

Einen anderen Aspekt bringt Karl-Heinz Schnitzler ins Spiel. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Umsiedlung Pier sagt, dass die Abbindung der K 27 ein Hauptargument für die Pierer Bürger bei der Wahl des Umsiedlungsstandortes gewesen sei. „Die Wahl haben die Bürger unter anderem davon abhängig gemacht”, betont Schnitzler. Am Donnerstagabend steht das Thema auf der Tagesordnung der Bürgerversammlung im Bürgerhaus in Pier. Los geht es um 19 Uhr.
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