Jupp Hammerschmidt präsentiert in Nideggen neues Programm

Von: Anneliese Lauscher
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Was alles in der Eifel passiert, meist beeinflusst von „nem baschtisch wracke Wönk”, präsentierte Jupp Hammerschmidt seinem Publikum in Nideggen. Foto: Anneliese Lauscher

Nideggen. Jupp Hammerschmidt war wieder einmal zu Gast im Atelierhaus Muna Götze. Den Titel seines neuen Programms „Ne baschtisch wracke Wönk“ musste er dem Publikum aus dem Kreis Düren zunächst einmal erklären.

Hammerschmidt stammt ja bekanntermaßen aus Höfen, das liegt hinter Monschau, hier wachsen hohe Hecken, deshalb hat er seinen unterhaltsamen Abend auch überschrieben: „Die Eifel von hinter der Hecke gesehen“. Er gab sich viel Mühe, mit seinem hintersinnigen Humor die Begriffe „baschtisch“ und „wracke Wönk“ zu erklären. Manchmal bläst in den Eifeler Höhenorten so ein fieser Wind, da könnte man „baschte va Kählt“. Oder einen Frack mehr anziehen.

Wer das nun noch nicht versteht, muss Jupp Hammerschmidt live erleben. Zu seinen Spezialitäten gehört ein Ausflug in die Vergangenheit, als es in der Eifel noch einstellige Postleitzahlen gab und das Leben hinter den Hecken einfach und hart war. Dann fällt ihm hin und wieder ein Gedicht ein, denn Goethe hat ja in der Eifel eine Künstlerkolonie gegründet und hier das Gedicht vom „Perlkönig“ geschrieben. Beethoven und Schiller waren in der Eifel auf der Kirmes, daher stammt die „Eifelkirmeshymne“. Über Brei „mit Knubbele“ referierte Hammerschmidt und über eklige Fliegenfänger. Und er zitierte hochgeistige Einträge ins Poesiealbum, die mit schallendem Gelächter quittiert wurden. Tatsächlich konnten einige der anwesenden Frauen diese Sprüche noch aufsagen, was umso mehr Heiterkeit hervorrief.

15 Schwestern

Jupp Hammerschmidt wuchs mit 15 Schwestern auf, daher ist er „der beste Zöpfeflechter“ – was er später unter Beweis stellen musste. „Zugabe“, rief er selber. „Der Quatsch mit dem rhythmischen Klatschen ist nicht nötig. Ich komme auch nicht im Bademantel, das wäre Denkmalschändung“, erklärte Hammerschmidt und setzte sich eine bunte Badekappe auf. Jetzt war endlich „Zömmermanns Jupp, dä arme Schlupp“ an der Reihe. Da hatte sich der Kabarettist wieder eine freche Strophe zum Geschehen im Stall von Bethlehem ausgedacht, über die man sich amüsierte. Ein Monschauer Schulkamerad, nämlich Franz-Josef Brandenburg (heute Nideggener), wollte das mit dem Flechten genauer wissen. Also musste Muna Götze stillhalten, und sehr schnell hatte Hammerschmidt ihr einen schicken Zopf geflochten.

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