Junior Tennis Cup: Zwei Dürener im internationalen Feld

Von: cro
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Spielen am Samstag in der Qualifikation: Charlotte Porschen und Benjamin Hill. Foto: Rose

Düren. Falls Benjamin Hill ins Hauptfeld vorrücken sollte, hat er einen kleinen Wunsch: bitte kein Brasilianer oder ein Gegner aus einem anderen weit entfernten Land, lieber ein Deutscher. „Die Spieler, die von weit herkommen, spielen eine Europa-Tour und sind viel motivierter“, sagt der 13-Jährige, der heute in die Qualifikation zum 40. Internationalen U 14-Tennis-Turnier in Düren geht.

Gegen wen er spielt und wie die Quali-Runde überhaupt aussehen wird, stand am Freitag noch nicht fest.

Auf jeden Fall aber glaubt der Spieler der SG GFC Düren 99, dass er ab Montag im Hauptfeld starten wird – so wie im vergangenen Jahr, als er mit einer Wildcard antrat. Damals schied er direkt aus, 1:6, 3:6 gegen einen Spieler aus Korea. „Es wird auch dieses Jahr wieder schwer, mit ein bisschen Losglück kann man aber eine Runde gewinnen“, sagt der aktuelle Dürener Stadtmeister der Jahrgangsklasse 99/00. Er scheint auch gut in Form zu sein, hat in Bliesheim jüngst ein Turnier gewonnen, ist in Alsdorf Zweiter geworden. Sollte er ins Hauptfeld rücken, dort aber scheitern, werde er nicht lange dran knabbern, sagt der Schüler des Burgauer Gymnasiums unaufgeregt: „In den Ferien will ich so viel wie möglich spielen, mich verbessern. Nach dem Turnier hier in Düren trete ich in Düsseldorf an. Wenn ich hier verlieren sollte, sehe ich, woran es gelegen hat und was ich noch tun muss.“ Aufschlag, Vorhandspiel und Stoppbälle zählen jedenfalls schon einmal zu seinen Stärken, sagt er.

Neuland ist das Turnier für Charlotte Porschen vom Verein RW Düren, auf dessen Anlage die Spiele stattfinden. Sie ist eine von drei Quali-Spielern des Vereins (Simon Keßler, Yannik Ziegenhagel kommen hinzu). Die Saison, sagt sie, „lief nicht so gut“ – mit ihrer Mannschaft ist sie aus der Oberliga abgestiegen. Aber: Sie darf sich amtierende Vize-Bezirksmeisterin nennen. Sollte sie es ins Hauptfeld schaffen, woran sie auch fest glaubt, hat sie augenscheinlich einen Nachteil: Die Zwölfjährige ist zwei Jahre jünger als der Rest. Ihr Training hat sie für die spezielle Wettkampfwoche in Düren nicht umgestellt, aber im Ferientennis-Camp hat sie bewusst gegen Jungs gespielt, erzählt ihr RW-Trainer Dirk Möller. „Ich spiele gerne gegen Jungs“, sagt die aufgeweckte Schülerin des Stiftischen Gymnasiums, „weil die oft einen Slice oder Stopp spielen – ich versuche_SSRqs dann auch.“

Ihr Trainer sieht Potenzial bei Charlotte, er sieht „immer einen Plan bei ihr“, wenn sie auf dem Platz steht. Aber hat er hohe Erwartungen an sie bei dem renommierten Turnier? Mitnichten. Es könne nur das Ziel sein, sie an Niveau und Atmosphäre heranzuführen. In zwei Jahren, wenn sie gleich alt ist, könne man über Erfolge sprechen.

Stichwort Erfolg: Vor Leo Borg, dem die Favoritenrolle im Namen steckt, hat Benjamin Hill nicht allzu große Ehrfurcht: „Was soll passieren, wenn man gegen ihn spielt?“ Es wäre eins der Spiele, aus dem er zumindest Erkenntnis gewinnt.

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