Düren - „Junges Orchester Kreuzau“ setzt spektakulären Schlussakkord

„Junges Orchester Kreuzau“ setzt spektakulären Schlussakkord

Von: Bruno Elberfeld
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John Kikken ließ seine Musiker Sanftes, Melancholisches und Dramatisches intonieren. Foto: bel

Düren. „Ein so tolles Weihnachtskonzert habe ich weit und breit seit Jahren nicht mehr erlebt“, sagte eine Zuhörerin beim Verlassen der Dürener Marienkirche. Und dabei sei sie zur Adventszeit sehr oft unterwegs, nahezu überall dort, wo Menschen auf die Festtage musikalisch eingestimmt werden.

Das Lob der Dame galt den Darbietungen der beiden Kreuzauer Formationen, dem „Sinfonischen Jugendorchester“ unter der Leitung von Ruth Kniprath, und dem „Jungen Orchester Kreuzau“ (JOK) unter dem Dirigat von John Kikken. Kikken spannte mit dem JOK einen magischen Bogen von der klassischen, deutschen Weihnachtsmusik bis hin zur geheimnisvollen Inszenierung einer bekannten Weihnachtsgeschichte aus der Feder von Charles Dickens.

In ihr geht es um die Wandlung des alten, geizigen Kaufmanns Ebenezer Scrooge zu einem gütigen Menschenfreund. Der Weg dahin ist aber nicht einfach: Geister spielen eine gewichtige Rolle und Scrooge sieht Szenen vergangener Weihnachtstage, Szenen des gegenwärtigen Weihnachtsfests sowie zukünftiger Weihnachten. Diese Bilder führen den reichen Kaufmann auf den rechten Weg.

Klingeln und Klopfen

Die Wandlung des alten Geizkragens wurde musikalisch und in Worten aufgegriffen. Jedes Klingeln, jedes Klopfen, die Auftritte der Geister kommentierten die Instrumente auf ihre eigene Weise. Komponiert hat das Stück Raphael D. Thöne, den Text hat Franz Josef Gründges geschrieben, Sprecher bei der Präsentation in der Marienkirche war Willi Wink.

Eingestimmt hatte das JOK die vielen Menschen in der Marienkirche mit klassischen Weihnachtsliedern wie „O holy Night“, „Let it go“, Karel Svobodas „Cinderella‘s Dance“. „A Christmas Festival“ und „Merry Christmas Everyone“ zeigten in ihrer Beschwingtheit und Fröhlichkeit, einhergehend mit dynamischer Kraft von Pauken und Trompeten, den Weg zum oben erwähnten absoluten Höhepunkt der Veranstaltung, der Weihnachtsnovelle.

Dem „Sinfonischen Jugendorchester“ oblag der Beginn des Konzerts. Dirigentin Ruth Kniprath hatte anspruchsvolle Literatur ausgewählt. Mit „White Christmas“ trafen die Musiker den Wunsch vieler Gäste nach einer weißen Weihnacht. Bei „Theme Classique“, „Farandole“ aus der L‘Arlésienne-Suite, dem „Winter“ aus Vivaldis Vier Jahreszeiten und „Canticum“ zeigten die jungen Künstler ihre positive, musikalische Entwicklung.

„Wir spielen alle für ein Stückchen Frieden“, hatte John Kikken eines der Ziele des Konzerts benannt. Beide Kreuzauer Orchester haben mit ihrer Musik dieses Ziel ein bisschen fassbarer gemacht.

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