Untermaubach - Junge Sopranistin Michéle Rödel imponiert

Junge Sopranistin Michéle Rödel imponiert

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Einen bemerkenswerten Abend gestaltete Michéle Rödel. Foto: han

Untermaubach. Ein bemerkenswerter Konzertabend in der Pfarrkirche St. Brigida: Die erst 25-jährige Michéle Rödel gastierte und überraschte mit einer außergewöhnlichen Sopranstimme, die relativ sicher und groß geführt wurde. Warme timbrierte Töne im Mezzobereich gelangen ihr ebenso problemlos wie die Höhenflüge. Ein interessantes Programm bot die fertig ausgebildete Opernsängerin mit Examen in Wien.

Mit ihrer warmen Stimme voller lyrischer Empfindung interpretierte sie Kunstlieder, ließ Dramatisches erklingen und spielte geschickt mit diesem Charakter bei Schubertliedern, insbesondere bei der Ballade „Erlkönig“, als sie ganz starke Momente hatte. Hohes Niveau bot sie auch bei Solvejgs Lied aus „Peer Gynt“. Was imponierte bei der jugendlichen Liedsängerin war der gesangliche Ausdruck. Sie lebte die Lieder mit ihrem Text vor, brachte den Ausdrucksreichtum den vielen Zuhörern nahe, die trotz der Kälte in der Kirche ausharrten und sie vermutlich vergaßen, als Arien wie „Casta Diva“ aus der Oper Norma von Bellini oder das Gebet „Ave Maria“ der Desdemona aus Verdis Othello erklangen, die höchste Ansprüche an die Sängerin stellten.

Erstaunliche Reife

Schon überraschend, was die junge Preisträgerin internationaler Gesangswettbewerbe aus diesen Stücken mit jugendlichem Elan unc erstaunlicher Reife herausholte. Ihre grazile Körpersprache bei der Gestaltung der Arien von Mozart, Verdi, Rossini, Bellini und Paisiello trug weiterhin dazu bei, dass sich die Aufmerksamkeit der Besucher nicht allein auf das Hören beschränkte und man kleinere Schwächen auch überhörte.

Die Sopranistin konnte sich an diesem Abend aber besonders auf Natalia Schmidt verlassen, die sie am Klavier begleitete. Die Konzertpianistin, die an den Musikschulen in Düren und Kreuzau Klavier und Gesang unterrichtet, bot das Forum, damit Michéle Rödel sich stimmlich entfalten konnte.

Die Pianistin, selbst Sängerin, wusste geschickt die Schwerpunkte zu setzen, führte zeitweise sogar die Protagonistin, die nach nur einmaliger vorheriger Probe zunächst ein wenig gehemmt schien und durch sie ihre Sicherheit fand. Ein gelungener Konzertabend.

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