Düren - Junge Pianistin aus dem Kosovo liefert exzellente Leistung ab

Junge Pianistin aus dem Kosovo liefert exzellente Leistung ab

Von: han
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Ihr gelang eine für ihr Alter glanzvoll-brillante Interpretation des Griegschen Klavierkonzertes: die 18-jährige Fatjona Maliqi. Foto: han

Düren. Fatjona Maliqi war sichtlich bewegt auf der Bühne im Haus der Stadt. Die junge Pianistin aus Gjilan im Kosovon schien es kaum zu fassen, welcher Beifall ihr nach ihrem Konzert entgegen brandete. Immer wieder holte das Publikum sie mit seinem Applaus an die Bühnenrampe. Die junge Musikerin bedankte sich auf ihre Art und spielte mit Eleganz und Energie eine Rachmaninow-Komposition.

Ebenso packend wie diese Zugabe war ihre Interpretation des Konzertes für Klavier und Orchester a-moll op.16 des Norwegers Edvard Grieg. Dabei wurde schnell deutlich, warum die 18-Jährige zu den hoffnungsvollsten musikalischen Talenten ihres Landes zählt. Die Zusammenarbeit der Cappella Villa Duria mit dem international als Wettbewerbsjuror tätigen Langerweher Pianisten Heribert Koch trägt Früchte und beschert dem Publikum leuchtende musikalische Sterne. Wie jetzt Fatjona Maliqi, die, seit sie 2013 den Hauptpreis beim internationalen Wettbewerb „Pianist in Ri“ gewann, von Koch betreut wird.

Sehr weit fortgeschritten scheint ihr Ausbildungsstand zu sein. Ihr gelang eine für ihr Alter glanzvoll-brillante Interpretation des Griegschen Klavierkonzertes, die geprägt war von schwebender Leichtigkeit, aber auch Anflügen von Melancholie. Ein Mischung, die das Publikum berührte, das sich allzu gerne in den Bereich sinnlicher musikalischer Erfahrung bei diesem kraftvollen und emotionalen Stück entführen ließ. Der mitreißende erste und der ruhige zweite Satz sind wie ein Streicheln der Seele. Aber nicht nur die Pianistin, sondern auch das Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria unter Leitung von Johannes Esser bot eine exzellente Leistung.

Schon der Auftakt des Neujahrskonzertes war Edvard Grieg gewidmet. Drei Orchesterstücke aus der Musik zu „Sigurd Jorsalfar“ eröffneten den Konzertabend und führten in eine Welt von Ritterlichkeit, Heldentum und Königstreue. In einem Intermezzo erklangen zarte, melancholische und geheimnisvolle Melodienfolgen, bis dann im „Huldigungsmarsch“ kraftstrotzende, überschwängliche, auch versöhnliche Töne erklangen.

Den Blick auf das Orchester gerichtet, wies Moderatorin Dr. Gisela Hagenau auf die Freiheits-Demonstrationen in Paris hin. Der Klangkörper sei ein Multi-Kulti-Zusammenschluss. Musiker aus vielen Nationen brächten ihre Ideen ein, damit ein Ganzes entstehen könnte.

Aufgeräumt war der Konzertabend auch nach der Pause. Der Drei-Viertel-Takt zog ein, die Operette versprach „ Eine Nacht in Venedig“, der folgende Walzer riet dazu „Freut Euch des Lebens“. Die „Russische Marsch-Fantasie“ beflügelte, der Czardas aus „Ritter Pasman“ lockerte die Glieder und der „Banditengalopp“ nach Motiven der Operette „Prinz Methusalem“ gab der Polka Raum, die in der „Pizzicato-Polka“ einen Höhepunkt hatte. Traditionell zum Ende des mit sehr großem Beifall bedachten Abends kamen der Kaiserwalzer und der Ruf des Orchesters „Prosit Neujahr“.

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