Fluch der Karibik Freisteller Jack Sparrow Kino

Junge Menschen für das Theater begeistern

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
7010889.jpg
Einen Scheck brachte er mit und die Hoffnung auf gute Zusammenarbeit mit Monika Rothmaier-Szudy und Gerhard Lange vom Haus der Stadt: Peter Baur (links), neuer Vorsitzender des Freundeskreises Theater Düren.

Düren. Ein neuer Vorstand und eine neue Namensgewichtung lassen auf eine „variierte Zielsetzung“ schließen, wie es sie künstlerische Leitung des Hauses der Stadt, Monika Rothmaier-Szudy formulierte. Peter Baur ist neuer Vorsitzender des „Freundeskreis Theater Düren“ und damit die bisherige Erna Schiefenbusch-Gesellschaft in die Unterzeile gerückt. Ein Sinnbild dafür, dass der geschichtliche Teil der Aufarbeitung des Theaters Düren abgeschlossen ist und nun neue Prioritäten gesetzt werden.

Die heutige Vereinskonstellation geht aus dem Freundeskreis „Theater am Hoeschplatz“ hervor, der unter seinem Vorsitzenden Jürgen Theilen der Utopie nachging, das ehemalige Dürener Theater, das im Kriege zerstört wurde, wieder am ehemaligem Ort wieder aufzubauen. Ein Ansinnen, das sich mit dem Bau des Hauses der Stadt endgültig erledigte. So wurde dann die Erna Schiefenbusch-Gesellschaft in Reminiszenz an die ehemalige Intendantin des Dürener Theaters, aber auch als Erinnerung an das „reichhaltige Theaterleben in der Stadt“, so Monika Rothmaier-Szudy, „aus der Taufe gehoben“.

Adam Kempinski legte als langjähriger Vorsitzenden den Fokus insbesondere auf die geschichtliche Entwicklung, aber auch auf den Ausbau von Eigeninitiativen wie die Gründung der Theatergruppe „Erna Erben“ sowie der Aufführungen von „Der Arbeitslose“ nach Erna Schiefenbusch und als besonderen Höhepunkt die Zusammenarbeit und Aufführung am Theater Kattowitz.

Mit dem neuen Vorstand, dem als stellvertretende Vorsitzende Annika Bräuer, Bianca Schröder als Schatzmeisterin und Carolin Schröder als Schriftführerin angehören, sollen neue Schwerpunkte gesetzt werden. Die Frauen im Vorstand, noch jung an Jahren, wie Peter Baur meinte, sind zum Teil theoretisch und praktisch mit Theaterarbeit verbunden und werden, so die Hoffnung, im Bereich der Jugendarbeit Impulse setzen.

Junge Menschen sollen angesprochen und gewonnen werden, sich für das Theater mit seinen Sparten zu interessieren. „Wir müssen den Nachwuchs erreichen, um auf den demografischen Wandel reagieren zu können und nicht auf leere Ränge im Theater zu blicken“, meinte der Vorsitzende, der hofft, trotz bescheidener finanzieller Mittel, vielfältige Angebote für Jugendliche initiieren zu können. Ein Projekt mit dem Titel „Shitstorm“ zum Thema Mobbing sei schon in Vorbereitung, kündigte der Pädagoge an, der sich auch von schulübergreifenden Theater-Aufführungen Einiges verspricht.

Der ehemalige Rektor weiß wovon er spricht, hat er doch schon in der Vergangenheit bewiesen, wie man Kinder fürs Theater begeistern kann. Dort will er erneut ansetzen und weiter aufbauen. Aber auch im Arbeitskreis Bildung und Kultur des Innenstadtforums will der Vorstand mitarbeiten und Verbesserungen im Umfeld des Hauses der Stadt anregen. Eine bessere Anbindung des Theater an die Innenstadt sei beispielsweise erforderlich.

Der Blick des Vorstandes geht auch schon in die Zukunft. 2016 wird das Haus der Stadt 25 Jahre alt. Und zu diesem Jubiläum will man sich nicht nur etwas einfallen lassen, sondern das Ereignis mitgestalten. Die Gegenwart wird darüber nicht vergessen. Mit einer Veranstaltung am Dienstag, 4. Februar, im Foyer des Hauses der Stadt, gibt der neue Vorstand „seinen Einstand“. Ab 19.30 Uhr heißt es „Och wat wor dat fröher schön...“, eine Hommage an Willi Ostermann, aber auch an ursprünglichen Karneval und die Mundart, so Peter Baur.

Einen Scheck über 500 Euro brachte er auch mit vom Verein. Eine zweckgebundene Spende für Kinder, die vielleicht aus finanziellen Gründen einen Gruppenbesuch eines Kindergartens oder Schulklasse im Theater absagen müssten. Ihr Besuch wird mit dem Geld finanziert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert