Langendorf - Junge Kammerphilharmonie NRW ändert kurzfristig das Programm

Junge Kammerphilharmonie NRW ändert kurzfristig das Programm

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Ein furioser Auftritt: Mezzosopranistin Anna Haase als kämpferische Carmen. Foto: bel

Langendorf. Das Wort Programmänderung hört wohl kein Publikum der Welt allzu gerne, die Zuhörer geraten in grübelnde Skepsis, haben sie sich doch Tage, Wochen und Monate auf den einen und den anderen Komponisten bei diesem Konzert eingestellt. Außer dem „Einzug der Gladiatoren” von Julius Fucik zu Beginn und dem „Kaiserwalzer” von Johann Strauss zum Schluss hatte Dirigent Christian Fitzner für das Konzert auf Burg Langendorf alles gestrichen.

Beifallsstürme

In seiner unnachahmlich lockeren und freundlichen Art begründete Fitzner die Änderungen. Über Weihnachten weilt die „Junge Kammerphilharmonie NRW” in China, im Reich der Mitte. Und weil man weiß, was die chinesischen Gastgeber hören wollen, mussten die jungen Musiker kurzfristig andere Werke einüben.

Die Menschen in der ausverkauften Remise signalisierten Verständnis und wurden zu Beginn des Herbstes mit einem „Neujahrskonzert” belohnt, das sie zu Beifallsstürmen animierte. Anstelle von Offenbach und Wagner spielte man Tschaikowskis „Variationen über ein Thema” und den „Ungarischen Tanz” von Johannes Brahms.

Henrik Blumenroth, 25 Jahre jung, brillierte am Violoncello mit einer Virtuosität, die keineswegs die musikalische Reife und Tiefe vermissen ließ. Die Dialoge zwischen seinem Cello und den Instrumenten des Orchesters ließen ein empathisches Verständnis der Jungen Musiker mit ihrem Chef am Taktstock, Christian Fitzner, durchscheinen. Da stimmte alles.

Schostakowitschs „Second Waltz”, der „Kaiserwalzer” von Johann Strauss bis hin zum chinesischen Volkslied mit dem Titel „Yao” begeisterten Jung und Alt.

Höhepunkte waren die Auftritte der Mezzosopranistin Anna Haase. Überzeugend in Stimme, Mimik und Gestik bot sie die Figur der Carmen, eine reife Leistung, die die Gäste beim letzten Konzert dieser Saison in der Remise mit lautstarkem Applaus belohnten.
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