Jugendsport Wenau sieht sich auf einer Stufe mit Niederau

Von: Daniel Marx
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Wenau. Jugendsport Wenau war lange Jahre ein Klub, der in erster Linie über die Erfolge der ersten Mannschaft definiert wurde. Über zehn Jahre ging diese als Aushängeschild des Klubs in der Landesliga an den Start, gehörte dort bis 2009 zu den Spitzenmannschaften und wäre 2006 beinahe in die Mittelrheinliga aufgestiegen.

2013 folgte dann aber der Abstieg in die Bezirksliga, wo sie seitdem eher damit beschäftigt ist, sich zu konsolidieren, als den großen Angriff auf den Wiederaufstieg zu starten.

In der vergangenen Saison landete der JSW in der Endabrechnung auf dem neunten Tabellenplatz, spielte mit 24 Punkten aus 14 Partien aber eine sehr ordentliche Rückrunde – daran beteiligt eine ganze Reihe junger Spieler, die der Club selbst in seiner Jugendabteilung ausgebildet hat.

Dominik Bartz, Dyke Knoblauch, Jan-Niklas Pooth oder Dominik Teichert gehörten zu denjenigen, die früh herangeführt wurden an die „Erste“, eine Bestandsaufnahme, die zur Philosophie werden soll. Da passt es, dass die Wenauer Jugendabteilung die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte hinter sich hat. Die U19 hielt über die Relegation die Bezirksliga und ist eine von drei Teams in dieser Klasse – ein Novum für die Jugendsportler –, denn auch die U14 und die U15 spielen auf Verbandsebene um Punkt.

Das alleine wäre schon bemerkenswert, gäbe es da nicht noch die U17. Der 99er-Jahrgang, der bis zum Sommer von Dominic Bougé betreut wurde, stieg mit acht Punkten Vorsprung von der Bezirks- in die Mittelrheinliga auf. Zur neuen Saison wird Udo Lipka, langjähriger Coach der Senioren des VfL Vichttal, dort an der Linie stehen. Der 27-jährige Bougé, der diesen Jahrgang seit vier Jahren verantwortete, nahm eine Herausforderung an und wechselte in das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach und wird sich dort vornehmlich der Betreuung der U9 widmen.

Für Klaus Esser, den Koordinator der U17- bis U14-Teams, eine Auszeichnung in erster Linie für Bougé, aber auch für den Verein. „Natürlich verlieren wir einen so Trainer nicht gerne, aber freuen wir uns, dass einer aus unseren Reihen eine solche Chance bekommt. Was hier generell passiert ist, ist schon sensationell. Wir stehen mittlerweile von der U14 bis zur U19 auf einer Stufe mit dem FC Düren-Niederau.“

Diese Entwicklung bietet auch immer mehr Eigengewächsen den Sprung zu einem der ganz großen Vereine der Region. Sebastian Ndombaxi aus dem 99er Jahrgang wechselte im Sommer ebenso wie sein ehemaliger Coach nach Mönchengladbach. Er könnte dort in der B-Bundesliga auflaufen. Während Marc Storms, der Torjäger, ein Probetraining bei der Borussia absolvierte, aber erst einmal in Wenau bleiben wird, ging Rachid Tchadjei zu Alemannia Aachen. Aber auch knapp 60 Kilometer weiter westlich beim 1. FC Köln sind Spieler aus Wenau gefragt, zumal seit gut einem Jahr eine Kooperation zwischen FC und JSW besteht.

Ein Pfund, mit dem die Jugendsportler wuchern können, wenn sie ein Talent dafür begeistern wollen, in die HTG-Arena zu wechseln. „Wenn wir einen Spieler zum Probetraining beim FC vorschlagen, dann wird das in den meisten Fällen realisiert“, sagt Esser. Profitiert von der Zusammenarbeit haben Dennis Dahmen, der aus der U13 des JSW heraus den Weg ans Geißbockheim gefunden hat, und Nina Jahr, die sich in der Mädchenabteilung des FC versuchen wird, sich durchzusetzen. Dazu kommt noch Luca Daterné, der bei Bayer Leverkusen aufschlägt.

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