Düren - Jugendfilmfestival: Dürener Handy-Film räumt den zweiten Platz ab

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Jugendfilmfestival: Dürener Handy-Film räumt den zweiten Platz ab

Von: Christoph Hahn
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Drei im Bann des Handyfilms: Komm-Chef Thomas Lüttgens und Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik in Aachen, freuen sich über den zweiten Wettbewerbsplatz für die Dürenerin Lynn Feltes (v. l.). Foto: ch

Düren. Alles musste schnell gehen. „Am Mittwoch habe ich gedreht, am Donnerstag geschnitten – und am Freitag war Einsendeschluss.“ Lynn Feltes (15) weiß noch ganz genau, wie sie zu ihrem Preisgeld von 100,5 Euro kam. Kurz entschlossen hat sie mit ihrem handelsüblichen Handy einen Film von einer Minute Dauer zum Thema „Energie“ gedreht und sich damit an einem Wettbewerb des Euregionalen Jugendfilmfestivals beteiligt.

Prompt hat sie den zweiten Platz errungen. Getragen wird das Festival von Bildungsinstituten, Jugend- und Kulturzentren wie dem Komm in Düren und der Bleiberger Fabrik in Aachen.

Der Weg zum Handyfilmwettbewerb und damit zum zweiten Platz war für Lynn nicht weit. Denn zum Jugendfestival, initiiert von Bleiberger-Fabrik-Leiterin Sibylle Keupen als Ausfluss der stark ausgeprägten Filmarbeit ihres Hauses, gehört auch die Nachwuchsförderung. An diesem Programm nimmt die Dürenerin sowieso teil und lässt sich von Profis wie dem Kölner Markus Seibert Tipps geben, um eines Tages als Drehbuchautorin bestehen zu können.

Filme zu konzipieren und zu drehen: Damit kennt sich Lynn Feltes auch schon bestens aus: „Mit meiner Schwester drehe ich in den Ferien ganze Serienstaffeln“, erzählt sie. Dabei nutzt sie auch ihr Handy. Trotz dieses Erfahrungsschatzes hatte die Filmschaffende in spe bei ihrem Wettbewerbsbeitrag mit Problemen zu kämpfen – zum Beispiel mit dem: „Am Ende hatte ich zu viel Material und musste viel kürzen.“ Relativ leicht fiel es ihr, die Darstellerinnen zu finden – eine klare Sache für Lynn, „denn Freundschaft ist für mich die wichtigste aller Energien“.

Sehr gut geschnitten

Die Anerkennung blieb nicht aus, schon gar nicht bei der Jury, die eine Vorauswahl von fünf Filmen traf, und nicht bei den Internetnutzern, den anschließend online über die Beiträge abstimmten. Auch die Organisatoren äußerten sich lobend über Lynn Feltes‘ Ideen. „Das ist alles sehr gut geschnitten“, freut sich zum Beispiel Komm-Chef Thomas Lüttgens. Sibylle Keupen sieht den Erfolg eher in der „guten Akzeptanz dieses niederschwelligen Angebots“. Der Nutzwert liegt für die Aachenerin auf der Hand: „So ein Handyfilm von einer Minute ist eine überschaubare Sache.“

Warum sie mit ihrem Dürener Kollegen sowie weiteren Mitstreitern aus Belgien und den Niederlanden das Festival und damit den Handywettbewerb vorantreibt, formuliert die profilierte Kunst- und Kulturvermittlerin ebenfalls herzerfrischend pragmatisch: „Wo die Jugendlichen sind, gehen wir auch hin.“

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