Jugendbus „Wilde 13“ trifft den Geschmack

Von: Bruno Elberfeld
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Unter großer Beteiligung von Vertretern verschiedener Institutionen wurde am Bolzplatz in Drove ein neuer Standort für den Jugendbus „Die Wilde 13“ seiner Bestimmung übergeben. Foto: Bruno Elberfeld

Drove. Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) sowie Uli Lennartz, Geschäftsführer des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) erinnerten sich in ihren Ansprachen anlässlich der offiziellen Installation des Jugendbusses „Die Wilde 13“ noch an die „Geburt“ dieser mobilen Jugendeinrichtung.

Im Jahr 2000 habe es, sagte Wolfgang Spelthahn, noch viele weiße Flecken im Kreise Düren in Bezug auf Jugendarbeit gegeben. Diesem Notstand wollte man schnell zu Leibe rücken.

Die Idee „Jugendbus“ wurde geboren, weil ein solches Fahrzeug in dem Kreis von 965 Quadratkilometern viele junge Menschen erreichen konnte. Jens Musche wurde als Fahrer des ausgedienten Busses der DKB gewonnen. Musche erlangte dann bald die Qualifikation eines Sozialarbeiters. Er und sein Betreuerteam sind an fünf Tagen in der Woche für je 4,5 Stunden an einem anderen Standort im Kreis.

Seit rund acht Wochen steht „Die Wilde 13“ von 15 bis 20 Uhr am Bolzplatz in Drove. Jetzt wurde er von Vertretern des Kreises Düren als Träger, dem SKF als ausführendes Organ, Vertretern von Jugendeinrichtungen auf lokaler und auf Kreisebene, Spitzenpolitikern der Gemeinde Kreuzau und des Kreises sowie örtlicher Polizeikräfte seiner Bestimmung übergeben.

Einige junge Leute wohnten der Übergabe bei. Sie zeigten sich vom Angebot und den Möglichkeiten der mobilen Jugendeinrichtung angetan. „Hier sind wir unter uns, knüpfen Kontakte, reden miteinander, sprechen über Probleme“, sagte eine Schülerin. Der Bus hat Internetanschluss, bietet Brett- und sonstige Gesellschaftsspiele in Hülle und Fülle. Es darf auch gekocht und gebacken werden. Ab und zu geht es in die nahe gelegene Sporthalle. „Wir versuchen, uns nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen zu richten“, verriet Jens Musche.

Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) und der Drover Ortsvorsteher Horst Hechemer sehen in der „Wilden 13“ für Drove und seinen Nachwuchs ein erfolgversprechendes Provisorium, das nach seiner Bewährung eine feste Jugendeinrichtung nach sich ziehen könnte. Der Jugendbus „Die Wilde 13“ findet nach den Worten von Uli Lennartz europaweit Beachtung. Seines Wissens nach ist er die einzige Einrichtung in der Fläche bundesweit.

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