Jugend musiziert: „Tolles Niveau der Schüler“

Von: Christoph Hahn
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Polierten beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ das Horn auf Hochglanz: diese vier jungen Virtuosen aus Düren und Merzenich. Foto: Christoph Hahn

Düren. Noch mehr als sowieso schon wurde die Musikschule Düren an der Ecke Tivoli-/August-Klotz-Straße zum Treffpunkt junger Talente.

14 Akkordeonisten und 22 Bläser aus der Städteregion Aachen sowie aus den Kreisen Düren und Heinsberg stellten sich im Rahmen des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ dem Urteil der dreiköpfigen Jury. Hinzu kamen einige Junioren unter anderem aus Bornheim bei Bonn, die wegen der Schwerpunkte der Dürener aus ihrer engeren Heimat in die Kreisstadt delegiert worden waren.

„Die Musikschulen haben den Wettbewerb unter sich aufgeteilt“, erklärte Andrea Nolte, Chefin an der Tivolistraße. Während die als Interpretin und Dirigentin von Akkordeon-Orchestern bekannt gewordene Pädagogin Vertreter ihres Fachs sowie Holz- und Blechbläser willkommen hieß, zeichneten ihre Kollegen in Aachen für Klavier und Harfe, die Heinsberger hingegen fürs Schlagzeug verantwortlich. Dass es in diesem Jahr, wie sie versichert, „weniger Teilnehmer“ gab, schreibt Andrea Nolte der „wachsenden Schulbelastung“ der jungen Musiker zu. Über das Niveau der Wettbewerbsspiele zeigte sich die Leiterin sehr zufrieden: „Das war generell toll“, freut sich die Leiterin – und ganz besonders darüber, „dass Schüler und Lehrer so motiviert sind“.

Beeindruckend an den Auftritten der Teilnehmer wirkte freilich auch der hohe Konzentrationsgrad von Instrumentalisten, Zuhörern und Juroren. Eltern und Großeltern ließen die Künstler in spe nicht aus den Augen und begleiteten jeden Zugriff auf Tasten, Bassknöpfe, Ventilklappen oder was sonst für die Tonerzeugung sorgt mit hundertprozentiger Aufmerksamkeit. Virtuos ging es sowieso fast immer zu. Ein Quintett junger Damen aus Aachen erwies seine Kunst auf allem, was – von der zierlichen Sopran-Version bis hin zum wuchtigen Bass – „Blockflöte“ heißt. Ähnlich weit das Spektrum des Repertoires: Vom Tanz aus der Renaissance bis hin zur Filmmusik aus „Lola rennt“ – die Blockflöte gibt viel mehr her als landläufige Vorurteile besagen.

Für den Farbenreichtum des Akkordeons gilt das umso mehr – und ähnlich für das Horn, das Manuel Puschmann, Marc Oelgeklaus, Benedikt Strack und Malek Shibli aus Düren beziehungsweise Merzenich auf Hochglanz poliert hatten. Eine bewies aber auch noch die Kraft zum Engagement über den eigentlichen Wettbewerb hinaus: Irina Slatosch (15) aus Düren fuhr erst auf dem Akkordeon satte 25 Punkte ein – und nahm sich dann die Zeit, Andrea Nolte bei der Betreuung der Gäste zu helfen.

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