Jugend-Jazz-Orchester NRW begeistert auf Burg Langendorf

Von: bel
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Die Musiker des Jugend-Jazz-Orchesters NRW begeisterten ihre Zuhörer. Foto: Bruno Elberfeld

Langendorf. Das älteste Jugend-Jazz-Orchester Deutschlands hat jetzt auf Burg Langendorf eine gelungene Mischung aus Swing, Jazz-Rock, Klassik und - besonders hervorzuheben - eigenen Kompositionen und Arrangements präsentiert.

Unter der wechselnden Leitung von Stephan Schulze und Marco Lackner spielten sich die jungen Musiker aus Nordrhein-Westfalen frei. Sie hatten, wie darf es auch anders sein, sichtlich Spaß an ihrem Tun, lächelten den Mitspielern und den Menschen im Publikum zu.

Diese prickelnd gute Atmosphäre übertrug sich auf die Gäste, die ihre Begeisterung an die Akteure auf der Bühne durch anhaltenden Beifall zurückgaben. Sängerin Rebecca Nagel überzeugte mit ihrer voluminösen, weichen, aber energischen Stimme. Die Instrumentalsolisten entlockten mit ihrem Auftritt zustimmendes Kopfnicken beider Dirigenten.

Lange Erfolgsgeschichte

Auf dem Programm standen Stücke von George Gershwin, Sting, Herbie Hancock oder Jules Styne. Dirigent Marco Lackner glänzte mit der eigenen Komposition „Dulcinea, Sancho und Awakening”. Aus der Feder von Gabriel Perez stammt „Pan Con Pan”. Perez gehört dem projektbezogenen Leitungsteam des Orchesters an.

Thomas Haberkamp, ehemaliges Mitglied des Orchesters und seit Jahren im Vorstand tätig, blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Gegründet wurde das Orchester 1975. Alle anderen Jugend-Jazz-Orchester Deutschlands sind jüngeren Datums. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 24 Jahren rekrutieren sich aus allen Teilen des Bundeslandes.

Besonders erfolgreich waren neben den vielen Auftritten in Deutschland die Konzerte in fernen Ländern: In den Jahren 1996, 1998 und 2009 ging es für zwei Wochen nach China. 2007 absolvierten die Musiker eine erfolgreiche Tournee durch Südostasien. 2004 bereisten sie sieben mittelamerikanische Länder. Und wo geht es nächstes Jahr hin? Auf einem großen Jazzfestival in Dakar wird das Orchester als Botschafter Deutschlands und des Landes NRW fungieren.

Im Vorfeld einer Konzertreise in ein Land mit einer anderen Musikkultur müssen die Organisatoren überlegen, wie sie das Programm gestalten. „Wir berücksichtigen die Musik des Gastlandes, um den Menschen unsere Musik nahezubringen”, erklärt Haberkamp. Bislang sei dies stets gelungen. Das Orchester fällt also nicht nur im Inland positiv auf.
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