Jüdische Geschichte Dürens soll im Stadtbild sichtbar werden

Von: cl
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Bald soll es mehr sein als dieser Gedenkstein an der Schützenstraße: Denkbar ist, dass zumindest ein Teil dieser Straße in „An der Synagoge” umgetauft wird. Foto: Lammertz

Düren. Nach einer ganzen Reihe vergeblicher Anläufe soll der jüdischen Geschichte Dürens nun bald ein angemessenes Denkmal gesetzt werden. Als Ort dafür ist die Schützenstraße auserkoren. Dort stand einst die Dürener Synagoge, die die Nationalsozialisten in der Pogromnacht 9. November 1938 in Flammen aufgehen ließen.

Denkbar ist, dass zumindest ein Teil der Schützenstraße künftig „An der Synagoge” heißen wird.

Das Thema wird in der Dürener Politik schon seit Jahrzehnten immer wieder einmal diskutiert. In den vergangenen Jahren machte sich vor allem die Vorsitzende der Bürger für Düren (BfD), Heidi Meier-Graß dafür stark, ein würdiges Andenken an die jüdischen Gemeinde Düren zu schaffen. Meier-Graß ließ nicht locker, bis Bürgermeister Paul Larue die Angelegenheit zur Chefsache erklärte.

„Düren ist, soweit ich weiß, die einzige deutsche Stadt, in der es eine jüdische Gemeinde, eine Synagoge und eine jüdische Schule gab, die dieser Geschichte nicht angemessenen im Stadtbild Rechnung trägt. Da haben wir ohne Frage Nachholbedarf”, sagte Larue in der Ratssitzung am Mittwochabend. Er empfahl, dass die Konferenz der Fraktionsvorsitzenden aller Parteien das Thema nun in die Hand nehme. Dafür gab es Zustimmung von allen Seiten.
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