„Joy of Gospels“: Festspiele und Picknick unter Freunden

Von: Christoph Hahn
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Temperament, verbunden mit einer swingenden Musikalität: die Aktiven des Chors „Joy of Gospel“ beim Mini-Festival „Gospel meets Gospel“ im Garten des Langerweher Töpfereimuseums. Foto: Christoph Hahn

Langerwehe. Es ist, als würde ein heiliges Feuer in ihnen brennen. Wenn Dirigentin Darnita Rogers und die Aktiven des Chors „Joy of Gospel“ auf der Bühne am Töpfereimuseum loslegen, dann singen sie nicht bloß.

Wenn in Langerwehe wieder das Treffen „Gospel meets Gospel“ ansteht, dann legen die Mitglieder des gemischten Ensembles noch mindestens einen Zacken drauf, singen nicht nur Töne und Melodien, sondern swingen dazu, machen Musik mit dem ganzen Körper.

Und das tun sie nicht allein: Bei der inzwischen zwölften Ausgabe gesellten sich Mitstreiter aus Köln und Kerpen zu den Ausrichtern, und auch die „Rurland Bigband“ aus Düren war mit von der Partie. Rund dreieinhalb Stunden Musikvergnügen pur: Da mochte sich die zahlreichen Freunde dieses Festivals nicht zurückhalten und strömten in Scharen zum Gelände am Pastoratsweg.

Und auch das macht den Charme von „Gospel meets Gospel“ aus: Es gibt nicht nur Musik aus afroamerikanischer Tradition in ebenso großen wie bekömmlichen Portionen, sondern auch Nahrung für den Körper. Unbezahlbar: die Atmosphäre, die irgendwo zwischen Mini-Festspielen und Picknick unter Freunden liegt.

Dabei gerät die Musik aber nie ins Hintertreffen, und sei es nur ein bisschen. Dafür sorgt schon Darnita Rogers, die nicht nur mit ihrem temperamentvollen Dirigierstil den gastgebenden Chor beständig unter Spannung hält und vorwärts treibt, sondern auch immer wieder als Solistin mit souliger Stimme von tief innen in Erscheinung tritt. Und wenn es doch mal kein Solo wird, sind Ehemann Kirk und Tochter Tiara als ebenfalls stimmgewaltige Gesangspartner zur Hand.

Vom Repertoire zeigen sich alle Chöre, zumindest „Joy of Gospel“ und „FortySevenEleven“ aus Köln, her einigermaßen facettenreich und mischen traditionelle Titel wie „Go Down, Moses“ mit zeitgenössischen Stücken. „Giant Soul“ aus Kerpen erweitert die künstlerischen Möglichkeiten noch etwas. Während bei den Langerwehern Kirk Rogers am Keyboard für die Begleitakkorde sorgt, bringen die Gäste aus Adolf Kolpings Geburtsort gleich eine ganze Band mit. Das macht für die vielen Fans das Zuhörern zu einem ziemlich glücklichen Ergebnis werden läßt – nicht nur, aber auch beim gemeinsamen Schlusslied aller Beteiligten.

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