„Joy of Gospel” erfüllt Schlicher Pfarrkirche

Von: BRUNO ELBERFFELD
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Sängerin Darnita Rogers (Mitt
Sängerin Darnita Rogers (Mitte) ließ ihre Stimme in ihren Soli über mehrere Oktaven erklingen. Foto: bel

Schlich. Seit einigen Monaten passiert mit den etwa 50 Sängern des Gospelchors „Joy of Gospel” etwas. Auch in den Proben weht ein frischer Wind, „wenn unsere Leiterin Onita Boone uns temperamentvoll zeigt, wo es lang geht”, sagte doch der Pressesprecher des Chors, Jürgen Hüftle, unmittelbar nach dem Konzert in der Pfarrkirche Schlich.

Vor den Augen der gut 450 Besucher in der Schlicher Pfarrkirche entfaltete die Kölner Musikerin mit den Männern und Frauen des Chores ein musikalisches Feuerwerk, das niemanden in den Bänken oder auf den Stühlen hocken ließ.

Onita Boone, die Sängerin aus New York, seit Jahren in der Rheinmetropole beheimatet, leitet erst seit ein paar Monaten den Langerweher Chor. In dieser kurzen Zeit hat sie ihm ihren musikalischen Stempel aufgedrückt. Bei fast allen Liedern sind die Sänger in Bewegung, sie präsentieren ihren Gesang mit Körperlichkeit, musizieren ganzheitlich. Das kann auch gar nicht anders sein, denn vor ihnen auf dem Podest steht Boone, eine Frau, die nicht nur Musik macht, sondern ein Mensch, der Musik ist. Die Gäste in der Kirche steigerten sich mit dem Chor immer mehr in einen Begeisterungsrausch. Standing Ovations häuften sich - wie auf einem Popkonzert.

Spaß haben

Was hatte Onita Boone zu Beginn des Konzerts versprochen? „Wir wollen Spaß haben heute Nachmittag!” Sie und ihr Chor hielten das Versprechen. Die Menschen waren begeistert und wollten den etwa zweistündigen Event fortsetzen.

Die Auswahl der Stücke zeigt, dass Boone mit ihren Sängern in der Gospelliteratur in Richtung geistliches Liedgut geht. Titel wie „Ride on King Jesus”, „Faithful is our God” oder „Every Praise” weisen zu den religiösen Ursprüngen des Gospelgesangs. Mitgebracht hatte Onita Boone ein exzellentes Musikerehepaar, Kirk Rogers saßt an den Tasten und seine Frau Darnita sang mit ihrer tollen Stimme „Bless thou the Lord”.

Das Duett von Onita Boone und Darnita Rogers riss die ansonsten bodenständigen Menschen im Kirchenrund zu Beifallsstürmen hin. Das Schlicher Gotteshaus erlebte swingende, fröhlich klatschende Menschen in seinen Mauern.

Um die Zukunft des Chores muss man sich in dieser Zusammensetzung keine Sorgen machen. Er wird in der Gospelszene im Kreis und weit darüber hinaus von sich reden machen.
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