Josef Vosen wird posthum die höchste Auszeichnung der SPD verliehen

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Die geehrten Jubilare mit dem geschäftsführenden Vorstand des SPD-Ortsvereins Düren-Nordwest und Dietmar Nietan MdB (rechts): (v.l.) Peter-Markus Schulte (Ortsvereins-Vorstand), Bernadette Fischer, Josef Abels, Andreas Isecke (Ortsvereins-Vorstand), Siegbert Kobus, Ilse Sieger, Ingo Vosen, Reinhold Hannes, Kathi Bongartz, Helmut Sieger (Ortsvereins-Vorstand). Es fehlen: Josefine Macherey und Gisela Fröh.

Düren. Der SPD-Ortsverein Düren-Nordwest hat bei einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung in Merken Josef Vosen posthum die höchste Auszeichnung der SPD verliehen: die Willy-Brandt-Medaille.

Josef Vosens Sohn Ingo Vosen nahm die Medaille im Namen der Familie für seinen verstorbenen Vater, den früheren Dürener Bürgermeister und Bundestagsabgeordneten, entgegen. Andreas Isecke betonte, dass man als Heimatortsverein Josef Vosens diese Auszeichnung noch zu seinen Lebzeiten beim SPD-Bundesvorstand beantragt habe.Vosen habe sich durch seine am Menschen orientierte Sachpolitik lokal und international Verdienste erworben. Sichtlich bewegt hörten die Mitglieder des Ortsvereins den Dankesworten Ingo Vosens zu. Dieser erinnerte daran, dass sein Vater als Sozialdemokrat überzeugter Demokrat gewesen sei.

Er habe die Macht gesucht, um Dinge erfolgreich bewegen zu können. Im Wohnzimmer hätten das Grundgesetz und die Pariser Menschenrechtserklärung immer an exponierter Stelle gestanden. Vosen bezeichnete seinen Vater als Pragmatiker, der seine Zeit nicht in Grundsatzdiskussionen verbracht habe. Als Kosmopolit habe er immer die Sprache der Menschen gesprochen. Vor allem aber habe ihm Düren am Herzen gelegen. „Sein Herz schlug links und immer für Düren”, so Vosen. Die Willy-Brandt-Medaille hätte sein Vater sicherlich als hohe Auszeichnung empfunden. Brandt sei nämlich eines der wichtigsten Vorbilder des 1964 in die SPD eingetretenen Politikers gewesen.

Außerdem wurden bei der Versammlung Jubilare geehrt. Diese nahm der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Andreas Isecke vor. Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Bernadette Fischer und Josef Abels, zugleich Dürener Ortsgruppenvorsitzender der Gewerkschaft IGBCE aus Hoven, die langjährige sachkundige Bürgerin in der Kreistagsfraktion Ilse Sieger und Josefine Macherey (beide aus Merken), sowie die Mariaweiler Siegbert Kobus, der früher selbst Vorsitzender des Ortsvereins war, und Ingo Vosen.

Vierzig Jahre dabei sind Reinhold Hannes, selbst viele Jahre im Ortsvereinsvorstand aktiv, und die frühere Stadtverordnete und AWO-Kreisvorsitzende Kathi Bongartz. Auf sogar fünfzigjährige Mitgliedschaft kann Gisela Fröh zurückblicken.

Der Bundestagsabgeordnete und SPD-Unterbezirksvorsitzende Dietmar Nietan, neben dem SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Josef Johann Schmitz Ehrengast bei der Versammlung, betonte in einem Grußwort die Tradition der SPD als älteste Partei Deutschlands.

Man wolle regieren nicht um des Regierens Willen, sondern für die Menschen. Er rief die jüngeren Parteimitglieder dazu auf, diesen Gedanken in die Zukunft zu tragen. Die Mitgliederversammlung der Genossen aus dem Dürener Nordwesten wurde musikalisch begleitet durch den Mandolinenclub T. C. Wandervogel Merken, der auch sein Vereinsheim für die Versammlung zur Verfügung gestellt hatte. Der Ortsverein Nordwest umfasst die Ortschaften Echtz/Konzendorf, Hoven, Mariaweiler und Merken.
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